Inhalt: Mit größeren Geschwistern hat man es ja bekannte rmaßen nicht gerade leicht. Umso härter ist es, wenn man vier davon hat, in die Pubertät kommt, von niemanden mehr ernst genommen wird außer von der kleinen Schwester und sich dann auch noch in ein älteres Mädchen verliebt, welches unerreichbar scheint. In der Verfilmung des Jugendromans „Wintersonnenwende“ von der britischen Autorin Susan Cooper hat der 14jährige Will Stanton (Alexander Ludwig) mit all diesen Problemen zu kämpfen und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, muss er jetzt auch noch die Welt vor ihrem Untergang bewahren. Er erfährt, dass er einer der letzten „Uralten“ ist, einer Gruppe von tapferen Kriegern, die die Welt vor den Kräften der Finternis beschützt. Bei seinem Kampf wird Will von den beiden Uralten, Merriman Lyon (Ian McShane) und Miss Greythorne (Frances Conroy) unterstützt, die ihm von seiner besonderen Gabe erzählen, die es ihm erlaubt die sechs Zeichen des Lichts zu sehen. Diese ermöglichen es ihm, den dunklen Reiter (Christopher Eccleston) zu besiegen und die Zerstörung der Welt zu verhindern.
Kritik: „Wintersonnenwende“ orientiert sich
stark an Fantasyblockbustern
wie „Der Herr
der Ringe“, „Harry Potter“
oder „Den Chroniken von
Narnia“. Doch es geht nicht
nur im Kampf zwischen den
beiden verfeindeten Mächten
um viel Licht und Schatten
sondern leider auch bei
der Bewertung. So bietet
Wintersonnenwende alles
was ein Fantasyhit braucht:
einen epischen Kampf zwischen
Gut und Böse, mächtige
Magie, einen sympatischen
Hauptdarsteller und
viele Spezialeffekte, womit
wir leider auch schon bei den
Schattenseiten des Films wären.
Die Effekte bewegen sich
nämlich ständig zwischen imposant
und lächerlich: da hat
man zum einen den großartig
aussehenden, überfluteten
und vereisten Landsitz in dem
beeindruckende, glänzende
Rieseneiszapfen von der Decke
fallen, zum anderen beim
Endkampf furchtbare Lichteffekte,
bei denen man sich
fragt ob die Lampen am Set
einen Wackelkontakt hatten.
Als ebenso unspektakulär
entpuppt sich die Suche nach
den einzelnen Zeichen des
Lichts, die stehts gleich abläuft:
immer wenn Will magische
Symbole sieht reist
er durch die Zeit zu einem
der sechs unterschiedlichen
Schauplätze, in denen jeweils
ein magisches Zeichen
versteckt ist und kehrt nach
erfolgreicher Suche wieder
in die Gegenwart zurück.
Spannung kommt dabei weitestgehend
nicht auf, zumal
Christopher Eccleston als
dunkler Reiter kaum Gefahr
ausstrahlt. Gut, der Film
ist vorallem für jüngere Zuschauer
gedacht, aber vorallem
die werden nach dem
viel zu kurzen und ausgeprochen
unbefriedigenden Höhepunkt
und Ende enttäuscht
die Kinosäle verlassen.