Inhalt: Poppy Moore (Emma Roberts) hat alles. Sie ist 16, fährt ein Luxuscabrio,
trägt Designerkleider, lebt in einem Anwesen am Strand von Malibu und ist der High-Society-Star ihrer Schule. Nur Glück und Zufriedenheit
kann sie nicht mit ihren
Kreditkarten kaufen. So macht sie ihrem alleinerziehenden
Vater (Aidan Quinn) das Leben zur Hölle und als sie es mit einem ihrer Streiche
endgültig zu weit treibt, schickt er sie auf ein drakonisches
Mädcheninternat in England.
Poppy landet mitten im verregneten
England, in einer fremden Welt mit seltsamen Gepflogenheiten und noch mehr Regeln. Handyverbot, Ausgangssperre, karierte Schuluniformen, obligatorisches
Lacrosse-Training und Anfeindungen warten auf den vergnügungssüchtigen
Trotzkopf aus LA. Sie merkt, dass sie hier mit ihrem
Zickenverhalten nicht ankommt. So schnell allerdings
lässt sie sich nicht unterkriegen. Zwar muss sie sich anpassen, aber aufgeben
muss sie deswegen noch lange nicht. Unter den wachsamen Augen der Rektorin
(Natasha Richardson) findet Poppy neue Freundinnen,
neue Feinde, einen neuen Look und neue Wege, die Welt um sie herum kräftig
durchzuschütteln. Und nicht zuletzt findet sie ihre erste große Liebe und erobert
ausgerechnet das Herz des Sohnes (Alex Pettyfer) der Rektorin.
Kritik: Nach „Die Girls von St. Trinian“ hat man sich auf eine weitere charmante Komödie mit satirischem
Witz gefreut. Doch weitgefehlt! Schon nach geschätzten
fünf Minuten, in denen erst einmal das Popcorn
und die Cola zusammengesucht
werden muss, befindet man sich auch schon in der Abby Mount School. Diese abgehackten Schnitte sind an zahlreichen Stellen des Films zu finden und sprechen nicht gerade für den erfahrenen Cutter Nick Moore, der hier sein Regiedebüt gibt.
Auch das Drehbuch zeigt seine
Schwächen. Die Zerrissenheit
zwischen Poppy und ihrem Vater nach dem Tod ihrer Mutter sollte eigentlich
das Herzstück des Films sein. Doch diese Beziehung kommt leider viel zu kurz. Der Film bezieht sich mehr auf die Freundschaften, nervigen Zickereien und Streiche der Teenies, die der Dramaturgie dadurch wenig Platz gelassen haben. Klar, der Film ist für junge Mädchen im Alter zwischen zwölf und sechzehn Jahren gedacht. Ob diese aber daran
großen Gefallen finden werden, bleibt abzuwarten. Denn die Streiche sind zudem
viel zu zahm geraten. Zum Vergleich könnte man einen zahnlosen Löwen heranziehen.
Also bleibt nicht nur die Dramaturgie, sondern
auch der Witz auf der Strecke.
Die Anstöße zu „Stolz und Vorurteil“ sind ebenfalls nicht sinnvoll. Die werden von dem jungen Publikum wahrscheinlich nicht verstanden.
Nichtsdestotrotz wird „Wild Child - Erstklassig zickig“ das Zielpublikum weitestgehend
erreichen aufgrund des Themas der ersten großen
Liebe. Für alle Anderen jedoch belanglos und schade
ums Geld.