Filmtest August - Wanted

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Inhalt:
Wesley Gibson (James McAvoy) führt nach eigener Aussage ein erbärmliches Leben, mit dem er sich schon lange abgefunden hat. Von seiner Chefin wird er terrorisiert, von seiner Freundin mit seinem besten Freund betrogen und seine Wohnung ist eine wahrhaftige Bruchbude. Doch als er im Supermarkt von der mysteriösen Fox (Angelina Jolie) angesprochen wird und erfährt, dass er der Sohn eines am Tag zuvor ermordeten Killers ist, ändert sich sein Leben schlagartig. Fox kann ihn gerade noch aus der Schussbahn von Cross (Thomas Kretschmann), dem Mörder von Wesleys Vater retten. Nach einer spektakulären Flucht findet sich Wesley im Hauptquartier der Geheimen Bruderschaft wieder, der auch Fox angehört. Dort bekommt er von Anführer Sloan (Morgan Freeman) eine Einführung in die Welt des Tötens, erlernt die Kniffe der Killer und erlernt die Kunst, um Ecken zu schießen um den Mörder seines Vaters zu töten.

Kritik:
„Wanted“ hat eigentlich die perfekten Voraussetzungen für einen Kinohit: Zum einen die Comicvorlage von Mark Millar, die zu den erfolgreichsten Independent-Comics gehört, zum anderen mit Morgan Freeman und Angelina Jolie zwei hochkarätige Schauspieler. Doch die Umsetzung von Regisseur Timur Bekmambetov („Wächter der Nacht“, „Wächter des Tages“) kann zu keiner Zeit die Erwartungen erfüllen. Das beginnt schon beim der wackeligen Grundgerüst der Geschichte: Ein „Webstuhl des Schicksals“ fungiert in der Rolle eines Orakels: Der Webstuhl arbeitet in dem gewebten Stoff einen Binärcode mithilfe von unterschiedlich verlaufenden Fäden ein, der von Bruderschaftsoberhaupt Sloan entziffert wird. Der entzifferte Name stellt das nächste Ziel für die Killer dar, um die Welt im Gleichgewicht zu halten. Klingt dämlich? – Und wie! So abenteuerlich die Geschichte ist, so vorhersehbar ist sie auch. Selten wird man überrascht, selten wirklich in das Geschehen hineingezogen. Aufgewertet wird die Story zwar mit spektakulären Actionszenen und Verfolgungsjagden. Am Ende bleibt aber doch nur ein irrelevanter Film, in dem der Held aber immerhin um Ecken schießen kann. Das ist ja auch etwas.

Punkte:

Autor: David Habermann

Zusatzmaterial:
- Gewinnspiel