Inhalt: In der ersten Verfilmung
der mehrteiligen
Fantasy-Saga von Stephenie Meyer zieht die siebzehnjährige Heldin Bella Swan (Kristen Stewart) zu ihrem Vater (Billy Burke) nach Forks, einer
verregneten Kleinstadt im Staat Washington. In ihrer
neuen Highschool wird die hübsche Bella schnell in einer Clique aufgenommen.
Doch ihr eigentliches Interesse weckt der mysteriöse
Edward Cullen (Robert Pattinson), der sie anfangs nicht gut riechen kann. Edward
sieht nicht nur verführerisch
und gefährlich aus, er ist es auch. Bald kommt Bella hinter sein Geheimnis:
Edward ist seit 1918 ein Vampir. Er und sein Clan leben nach einem für Vampire
ungewöhnlichen Kodex:
Menschenblut ist für sie zwar verlockend, aber Tabu. Sie ernähren sich ausschließlich
von tierischem Blut. Auch sonst fehlen ihnen
trotz ihrer blassen Haut und eindringlichen Augen typische Vampirattribute wie Reißzähne oder Särge.
Bella verspricht nichts zu verraten und nimmt das Verletzungsrisiko in Kauf, um Edward nah zu sein. Der mit besonderen Fähigkeiten ausgestattete Edward zeigt ihr von nun an seine faszinierende
Welt und führt sie in Vampirkreisen ein. Doch wie lange kann eine Liebesbeziehung
zwischen Sterblichen
und Unsterblichen gut gehen, ohne dass jemand
gebissen wird?
Kritik: Twilight- Bis(s) zum Morgengrauen“ ist kein klassischer Vampirstreifen.
Der Untote ist hier modern geworden. Er hinterlässt keine Spur menschlicher Leichen, sondern
lebt angepasst inmitten
amerikanischer Kleinstadtbürger.
Für die nötige Spannung sorgen Vampire, die noch traditionelles Menschenblut bevorzugen. Neben spannenden, aber wenig gruseligen Szenen überzeugt die Verfilmung mit ihrer überraschend realistischen
Düsterheit und mit beeindruckenden Panoramaaufnahmen.
Die Regisseurin
Catherine Hardwicke verzichtet weitgehend auf Special Effects, sie konzentriert
sich auf die Geschichte
zwischen Bella und Edward.
Dabei gelingt es ihr mit einfachen Mitteln wie zahlreichen Nahaufnahmen die moderne Romeo und Julia
Adaptation voranzutreiben.
Auffallend gelungen ist zudem die musikalische Untermalung, die zur jeweils
passenden Stimmung beiträgt. Wenngleich einige Szenen etwas kitschig daherkommen,
bleibt Hardwicke
mit ihrer Umsetzung in den Grenzen guten Geschmacks.
Robert Pattinson
profitiert als Edward von seinem unbestreitbaren Charisma, könnte als Vampir,
der mit seinem Schicksal
hadert, jedoch ruhig etwas
gequälter wirken. Seine Schauspielkollegin Kristen Stewart, die als Teenager in Panic Room (2002) brillierte,
kann nicht vollständig an ihre damalige Leistung heranreichen. Dennoch prägt sie mit ihrer gekonnt verletzlichen Verkörperung der Bella Swan weite Teile des Films. Trotz beidseitig
guter Einzelleistungen, harmonieren die Hauptdarsteller
in diesem Teil noch nicht perfekt. Im Gegensatz zu anderen mehrteiligen Literaturverfilmungen endet
der Film nicht mitten in der Handlung, dennoch hat die Geschichte um Vampire
und Wölfe gerade erst begonnen. Der Zuschauer muss sich also wieder einmal
bis zur nächsten (sehr wahrscheinlichen) Verfilmung gedulden bzw. anfangen
die Bücher zu lesen. Für alle, die Stephenie Meyers Twilight-Romane bereits begeistert verschlungen haben, ist die Filmversion ohnehin ein Muss. Für die Übrigen: wer Unterhaltung sucht und gegenüber ein wenig Romantik nicht abgeneigt
ist, macht mit diesem Film nichts verkehrt.