Inhalt: Pete Garrison (Michael Douglas) ist, nachdem
er vor über 20 Jahren eine, für den Präsidenten
gedachte, Kugel abgefangen hat, eine
Legende im Secret Service. Doch dann fliegt
ein Mordkomplott gegen den Präsidenten auf
und Garrison wird von seinem ehemaligen
Schützling David Breckinridge (Kiefer
Sutherland) und dessen Partnerin Jill Marin
(Eva Longoria) verdächtigt. Denn die beiden
verlassen sich nur auf Fakten und diese führen
erstaunlicherweise direkt zu Garrison. Dieser
ist empört und scheint aber trotzdem ein
großes Geheimnis zu hüten, da er nach seiner
Vernehmung untertaucht.
Breckinridge eröffnet schnell die Jagd auf seinen
Lehrmeister und Garrison muss seine Unschuld
beweisen bevor er gefasst wird...
Kritik: Wenn man als Schauspieler schon ein paar
Jährchen auf dem Buckel hat gehört man in
Hollywood noch lange nicht zum alten Eisen.
Im Gegenteil, viele Darsteller laufen erst im
hohen Alter zu Höchstform auf. Auch Michael
Douglas ist noch lange nicht am Ende seiner
schöpferischen Karriere und stellt dies in „The
Sentinel“ auch eindrucksvoll unter Beweis.
Douglas spielt wirklich hervorragend und überzeugt
in jeder einzelnen Sekunde. Hierbei stehen
ihm seine Kollegen jedoch in Nichts nach,
vor allem Kiefer Sutherland erweist sich seinem
filmischen Partner als ebenbürtig. Einzig
Eva Longoria vermag nicht immer zu glänzen
und einen 500 Meter Sprint in High-Heels kauft
man ihr dann doch nicht ab. Dennoch hat der
Film weit mehr zu bieten als nur eine Riege
erstklassiger Schauspieler, er ist vor allem enorm
spannend. Denn nach einer etwas langen
Einführung steigert der Film den Spannungsbogen
ungemein, um dann alles in einem Nervenzerfetzenden
Showdown enden zu lassen.
Und auch wenn die Einer-gegen-Alle-Thematik
hinlänglich bekannt ist, wird man hier
nahezu immer vorzüglich unterhalten. Auch
auf überschwänglichen „Hurra-Patriotismus“
wird bei diesem Film zum Glück größtenteils
verzichtet, wenngleich die Story dazu einigen
Anlass geben würde. Doch auf die etwas überdeutliche
Darstellung der einzelnen Produktnamen
wollte, oder konnte, man dann doch
nicht verzichten und so verwundert es kaum,
wenn man nach dem Film das Bedürfnis verspürt,
sich eine Ray Ban Sonnenbrille zu kaufen.
Nichts desto trotz lohnt es sich alle Mal
diesen Film anzuschauen und es wird auch sicher
nicht der letzte Film mit Michael Douglas
gewesen sein, ungeachtet seines fortgeschrittenen
Alters.