Filmtest Juni - The Sentinel

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Inhalt:
Pete Garrison (Michael Douglas) ist, nachdem er vor über 20 Jahren eine, für den Präsidenten gedachte, Kugel abgefangen hat, eine Legende im Secret Service. Doch dann fliegt ein Mordkomplott gegen den Präsidenten auf und Garrison wird von seinem ehemaligen Schützling David Breckinridge (Kiefer Sutherland) und dessen Partnerin Jill Marin (Eva Longoria) verdächtigt. Denn die beiden verlassen sich nur auf Fakten und diese führen erstaunlicherweise direkt zu Garrison. Dieser ist empört und scheint aber trotzdem ein großes Geheimnis zu hüten, da er nach seiner Vernehmung untertaucht. Breckinridge eröffnet schnell die Jagd auf seinen Lehrmeister und Garrison muss seine Unschuld beweisen bevor er gefasst wird...

Kritik:
Wenn man als Schauspieler schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat gehört man in Hollywood noch lange nicht zum alten Eisen. Im Gegenteil, viele Darsteller laufen erst im hohen Alter zu Höchstform auf. Auch Michael Douglas ist noch lange nicht am Ende seiner schöpferischen Karriere und stellt dies in „The Sentinel“ auch eindrucksvoll unter Beweis. Douglas spielt wirklich hervorragend und überzeugt in jeder einzelnen Sekunde. Hierbei stehen ihm seine Kollegen jedoch in Nichts nach, vor allem Kiefer Sutherland erweist sich seinem filmischen Partner als ebenbürtig. Einzig Eva Longoria vermag nicht immer zu glänzen und einen 500 Meter Sprint in High-Heels kauft man ihr dann doch nicht ab. Dennoch hat der Film weit mehr zu bieten als nur eine Riege erstklassiger Schauspieler, er ist vor allem enorm spannend. Denn nach einer etwas langen Einführung steigert der Film den Spannungsbogen ungemein, um dann alles in einem Nervenzerfetzenden Showdown enden zu lassen. Und auch wenn die Einer-gegen-Alle-Thematik hinlänglich bekannt ist, wird man hier nahezu immer vorzüglich unterhalten. Auch auf überschwänglichen „Hurra-Patriotismus“ wird bei diesem Film zum Glück größtenteils verzichtet, wenngleich die Story dazu einigen Anlass geben würde. Doch auf die etwas überdeutliche Darstellung der einzelnen Produktnamen wollte, oder konnte, man dann doch nicht verzichten und so verwundert es kaum, wenn man nach dem Film das Bedürfnis verspürt, sich eine Ray Ban Sonnenbrille zu kaufen. Nichts desto trotz lohnt es sich alle Mal diesen Film anzuschauen und es wird auch sicher nicht der letzte Film mit Michael Douglas gewesen sein, ungeachtet seines fortgeschrittenen Alters.

Punkte:

Autor: Fabian Ohrner