Inhalt: Was ist die traurigste Musik der Welt? Das
ist, wie der Titel schon sagt, die zentrale Frage
des Films. Zu Zeiten der großen Weltwirtschaftskriese,
vor dem zweiten Weltkrieg,
wird die kanadische Provinzstadt Winnipeg
mehrfach zur traurigsten Stadt der
Welt gekürt. Wie der Mensch nun einmal
ist, versucht die Wohlhabende Lady Helen
Port-Huntley Profit aus dieser Tatsache zu
zeihen. Sie veranstaltet einen Wettbewerb,
der zum Preis 25 000 US-Dollar hat und zur
Aufgabe, die traurigste Musik der Welt aufzuführen.
Eingeladen sind alle Musiker der
Welt, allerdings pro Land nur ein Teilnehmer
zugelassen. Jede Menge Menschen pilgern
nach Winnipeg, was allerdings wohl nicht
allein dem Wettkampf zu verdanken ist,
sondern der ausgefeilten Marketingstrategie
Lady Helen Port-Huntleys. Zur Zeit des
Wettbewerbs ist es in den benachbarten
USA verboten öffentlich Alkohol zu trinken.
In Kanada ist dies erlaubt und somit erlebt
der Ort einen Andrang von „Musik - Interessierten.“
Auch der Ex - Freund der Lady
taucht auf. Chester Kent ist ein erfolgloser
Musicalproduzent aus New York und ist, wie
sein Vater daran Schuld, dass die Lady ihre
beiden Beine verloren hat. Um das Treffen
zu vollkommnen, nimmt auch sein Bruder,
der ein in Europa sehr erfolgreicher Komponist
ist und seine Traurigkeit aus dem leiden
Serbiens bezieht, teil.
Kritik: Was ist eigentlich noch trauriger als dieser
Film? Das ist die Frage, die sich einem
aufdrängt, wenn man in seinem warmen
Kinosessel sitzt. „The Saddest Music in the
World“ ist in schwarzweiß gehalten und versucht
den Charme älterer Filme aufzugreifen.
Allerdings scheitert er leider bei einer
der allerersten Hürden eines guten Films.
Die Story ist vollkommen plump und einfach
nur dumm. Alles wirkt vollkommen überdreht
und einfach einen touch too much.
Was einem sauer aufstößt ist der teils wirklich
psychopathische Humor, der mit aller
Macht versucht eine verunglückte Beinamputation
als lustig zu verkaufen. Auch das
Familienzusammentreffen wirkt, mit all seiner
Vergangenheit einfach nur erzwungen,
zündet nicht und erzeugt Kopfschmerzen.
Als ob es nicht schon genug wäre, dass die
Handlung einfach nur schlecht ist und der
Humor vollkommen ins Leere geht, kommen
noch nervige Charaktere hinzu. Wunderbar
abgerundet wird der Film von einer
Musikuntermalung, die ihres gleichen sucht.
Grausam. Der größte Vorteil des Films wird
sein, dass er im Winter in die deutschen Kinos
kommt, was wiederum zur Folge hat,
dass die meisten Zuschauer es sich zweimal
überlegen werden den Saal zu verlassen.