Filmtest November - The Saddest Music in the World

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Inhalt:
Was ist die traurigste Musik der Welt? Das ist, wie der Titel schon sagt, die zentrale Frage des Films. Zu Zeiten der großen Weltwirtschaftskriese, vor dem zweiten Weltkrieg, wird die kanadische Provinzstadt Winnipeg mehrfach zur traurigsten Stadt der Welt gekürt. Wie der Mensch nun einmal ist, versucht die Wohlhabende Lady Helen Port-Huntley Profit aus dieser Tatsache zu zeihen. Sie veranstaltet einen Wettbewerb, der zum Preis 25 000 US-Dollar hat und zur Aufgabe, die traurigste Musik der Welt aufzuführen. Eingeladen sind alle Musiker der Welt, allerdings pro Land nur ein Teilnehmer zugelassen. Jede Menge Menschen pilgern nach Winnipeg, was allerdings wohl nicht allein dem Wettkampf zu verdanken ist, sondern der ausgefeilten Marketingstrategie Lady Helen Port-Huntleys. Zur Zeit des Wettbewerbs ist es in den benachbarten USA verboten öffentlich Alkohol zu trinken. In Kanada ist dies erlaubt und somit erlebt der Ort einen Andrang von „Musik - Interessierten.“ Auch der Ex - Freund der Lady taucht auf. Chester Kent ist ein erfolgloser Musicalproduzent aus New York und ist, wie sein Vater daran Schuld, dass die Lady ihre beiden Beine verloren hat. Um das Treffen zu vollkommnen, nimmt auch sein Bruder, der ein in Europa sehr erfolgreicher Komponist ist und seine Traurigkeit aus dem leiden Serbiens bezieht, teil.

Kritik:
Was ist eigentlich noch trauriger als dieser Film? Das ist die Frage, die sich einem aufdrängt, wenn man in seinem warmen Kinosessel sitzt. „The Saddest Music in the World“ ist in schwarzweiß gehalten und versucht den Charme älterer Filme aufzugreifen. Allerdings scheitert er leider bei einer der allerersten Hürden eines guten Films. Die Story ist vollkommen plump und einfach nur dumm. Alles wirkt vollkommen überdreht und einfach einen touch too much. Was einem sauer aufstößt ist der teils wirklich psychopathische Humor, der mit aller Macht versucht eine verunglückte Beinamputation als lustig zu verkaufen. Auch das Familienzusammentreffen wirkt, mit all seiner Vergangenheit einfach nur erzwungen, zündet nicht und erzeugt Kopfschmerzen. Als ob es nicht schon genug wäre, dass die Handlung einfach nur schlecht ist und der Humor vollkommen ins Leere geht, kommen noch nervige Charaktere hinzu. Wunderbar abgerundet wird der Film von einer Musikuntermalung, die ihres gleichen sucht. Grausam. Der größte Vorteil des Films wird sein, dass er im Winter in die deutschen Kinos kommt, was wiederum zur Folge hat, dass die meisten Zuschauer es sich zweimal überlegen werden den Saal zu verlassen.

Punkte:

Autor: Sven März