Inhalt:
Im Mittelpunkt von „The International“ steht die Entschlossenheit von Interpol-Agent Louis Salinger (Clive Owen) und der New Yorker Staatsanwältin Eleanor Whitman (Naomi Watts), eine der mächtigsten Banken der Welt zu Fall zu bringen. Während sie eine Reihe illegaler Aktivitäten aufdecken, folgen Salinger und Whitman der Spur des Geldes von Berlin nach Mailand, New York und Istanbul. Bald schon befinden sie sich mitten in einer hochriskanten Hetzjagd rund um den Globus, bei der sie durch ihre kompromisslose Hartnäckigkeit auch ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen: Denn ihre Zielpersonen machen vor nichts halt - nicht einmal vor Mord - um auch weiterhin Terroranschläge und Kriege finanzieren zu können.
Kritik: „The International“ ist ein schnörkellos inszenierter Thriller, der Einiges zu bieten hat. Ein cooler Agent, super Action, eine toughe Lady und wunderschöne Kulissen. Nicht zu übersehen ist, dass hier die Bond- und Bourne Filme Pate standen. Daher ist es umso erstaunlicher, dass Tom Tykwer, Meister des Gefühls, in seiner ersten US-Produktion einen solch fulminanten Polit-Thriller abliefert. Der Höhepunkt ist die Schießerei im New Yorker Guggenheim-Museum, die für Angst und Schrecken sorgt. Diese könnte in die Filmgeschichte eingehen, obwohl sie ein bisschen zu lange geraten ist. Die derzeitigen Probleme in der Finanzwelt sind die Eckpfeiler der Geschichte. Sie verleihen der Story Spannung und Brisanz. Aber trotzdem gibt es ärgerliche Drehbuchschwächen und Logiklücken. Beispielsweise geht im letzten Drittel des Films die Rolle der Staatsanwältin Whitman (Naomi Watts) komplett unter. Sie „verschwindet“ einfach. Man kann aber größtenteils darüber hinwegsehen, da der Film prima unterhält und Clive Owen eine gute Figur abgibt. Vielleicht hat Tykwer sogar Chancen mit „The International“ in Hollywoods A-Liga aufzusteigen. Fazit: „The International“ ist ein handfester Action-Thriller der bestens unterhält, das Genre aber nicht neu erfindet.