Filmtest Juni - The Happening

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Inhalt:
Urplötzlich und aus dem Nichts wird New York von einem unerklärlichen Phänomen heimgesucht. Menschen fangen massenweise an sich selbst umzubringen und der anfängliche Verdacht eines Terroranschlags wird, aufgrund des Auftretens in immer mehr Städten der Westküste, bald ausgeschlossen. Niemand hat eine Erklärung für das Geschehen. In der Bevölkerung bricht Panik aus und wer kann, flüchtet aus den betroffenen Städten landeinwärts. So auch der Biologie- Lehrer Elliot (Mark Wahlberg) mit seiner Frau Alma (Zooey Deschanel), seinem besten Freund Julian (John Leguizamo) und dessen kleiner Tochter Jess (Ashlyn Sanchez). Während Elliot herauszufinden versucht, was das mysteriöse Verhalten auslöst muss die Gruppe immer wieder eine neue Strategie finden in der Hoffnung zu entkommen.

Kritik:
Drehbuchautor und Regisseur M. Night Shyamalan kann mit „The Happening“ überraschenderweise dramaturgisch nicht an seine früheren Erfolge, wie „The Sixth Sense“, „Signs“ oder „The Village“ anschließen. Die Hautdarsteller Mark Wahlberg und Zooey Deschanel stolpern schauspielerisch etwas unterfordert durch teils freiwillig , teils unfreiwillig komische Dialoge, wobei im ersten Fall der Galgenhumor schon recht witzig ist, andererseits die Dramatik der tödlichen Bedrohung überhaupt nicht widergespiegelt wird. Das Drehbuch bietet, vielleicht anders als von Shyamalan gewohnt, eine sehr lineare Erzählung ohne größere Überraschungen. Der Drehbuchautor hat eine düstere, apokalyptische Geschichte vorgelegt. Mehr darf der Zuschauer nicht erwarten. Die deutsche Version wurde leider geschnitten und jagt einem auch daher nur selten einen bzw. den beabsichtigten Schrecken ein, was in diesem Fall natürlich nicht dem Regisseur anzulasten ist. Zudem greift Shyamalan, wie es zunächst erscheint in kritischer Weise, die allgegenwärtige Terrorangst in den USA und die Klimawandel- Debatte auf. Jedoch spielt er diese zwei Bedrohungen gegeneinander aus und erklärt die Natur zum Akteur. Dies mag als ernste, politische Botschaft des Films gemeint sein, wirkt hier jedoch eher wie ein wenig schlüssiger „Öko-Thriller“.

Punkte:

Autor: Alexander Johnston