Logo

Modified: Dienstag, 27. Dezember 2005

Filmtest Oktober - The Descent

Ein Jahr nach einem tragischen und entsetzlichen Unfall, treffen sich 6 Frauen in einem abgelegenen Gebirgszug der Appalachen, um in ihr jährliches Abenteuer ins Innerste der Erde, eine Höhlenbesichtung, zu starten.
Die kleine Gruppe erforscht das weit verzweigte Höhlensystem und ist von der gefährlichen, aber wunderschönen Umgebung fasziniert. Als sie ziemlich weit ins Innere der Höhle vorgedrungen sind, nimmt die Katastrophe ihren Lauf – plötzlich wird der Rückweg durch einen herabfallenden Felsen versperrt. Die Frauen finden heraus, dass Juno, die Anführerin der Höhlenexpedition, eine Frau, die sich selbst immer an ihre eigenen Grenzen treibt, sie in eine bisher nicht erforschte Höhle gebracht hat, so dass auch niemand kommen wird um sie zu retten. In der Hoffnung, einen Ausgang zu finden, teilt sich die Gruppe auf. Bald merken sie jedoch, dass da noch etwas anderes unter der Erde lauert - eine Rasse monströser menschlicher Kreaturen, die sich perfekt an ihre Umgebung angepasst haben. Als die Freundinnen realisieren, dass sie das nächste Opfer sind, setzen sie ihre ureigensten Instinkte frei und sie begeben sich in einen kompromisslosen Kampf gegen das unaussprechliche Grauen, das ohne irgendeine Vorwarnung angreift , wieder und wieder und wieder....



Bewertung (von Fabian):

In letzter Zeit waren die Horrorfilme, ob amerikanischer Teeniehorror oder japanische Remakes eher mau, um nicht zu sagen langweilig. Für all diejenigen, die sich endlich wieder richtig gruseln wollen, gibt es jetzt den passenden Film: „The Descent“. Zugegeben die Story um junge Frauen, die in der Natur ums nackte Überleben kämpfen ist nicht neu und gewinnt auch sicher keinen Preis. Aber selten gab es Filme die es geschafft haben, eine derart bedrohliche Atmosphäre zu erzeugen. Sind es gegen Anfang noch eher klaustrophobische Ängste die in uns geweckt werden, wenn sich die Frauen durch die engen Höhlen quetschen und plötzlich alles einstürzt, erlebt man ab dem Erscheinen der ersten Kreatur den blanken Horror. Die Spannung steigert sich ins Unermessliche und ein gut platzierter Schockmoment reiht sich an den nächsten, man kommt gar nicht mehr zum Verschnaufen. Aber vor allem der exzellente Schnitt macht diesen Film so rasant und spannend. Auch die jungen und unbekannten Schauspieler wissen zu überzeugen, sie agieren stets glaubhaft. Die Crawler, das sind die schleimigen Kreaturen in den Höhlen, erinnern entfernt an Gollum aus „Der Herr der Ringe“, das macht sie aber nicht weniger furchteinflösend. Leider werden die Schockmomente gegen Ende reduziert, künstliches Blut fliest dafür umso mehr und das Ganze artet beinahe in eine Metzelorgie aus. Ein knallharter Schocker, aber nur für Menschen mit starken Nerven geeignet.

Punkte (von Fabian):