Filmtest Juli - Thank you for Smoking

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Inhalt:
Täglich sterben etwa 1200 Menschen an den folgen von Tabakkonsum. Um aber die Leute davon zu überzeugen trotzdem weiter zu rauchen, gibt es Leute wie Nick Naylor (Aaron Eckhart). Er verdient seinen Lebensunterhalt als Tabaklobbyist und versucht Menschen dem Zigarettenkonsum näher zu bringen. Nebenbei ringt er auch noch um die Anerkennung seines Sohnes (Cameron Bright). Doch auf einmal will ein Senator (William H. Macy) rigoros gegen Zigaretten vorgehen und auch eine Reporterin (Katie Holmes) ist ihm auf den Versen. Langsam gleitet ihm sein Leben immer mehr aus den Händen und er überdenkt nicht nur seine Moralvorstellungen.

Kritik:
Rauchen schadet nicht nur dem Geldbeutel, sondern vor allem auch dem leiblichen Wohl. Das sollte mittlerweile jedem klar sein, doch selbst den größten Tabakfanatikern kann nun geholfen werden, denn „Thank you for smoking“ macht sich auf den Weg, um die Leute auf eine ganz eigene Art und Weise von den Glimmstängeln fern zu halten: mit Humor. Doch der Film ist keines Falls eine plumpe, kleine Komödie, vielmehr ein satirischer Großschlag, mitten in das Herz so mancher Tabakkonzerne. Denn wie der Film die perfide und geldgierige Handlungsweise der Tabakfirmen aufs Korn nimmt, subtil und gleichzeitig mit jeder Menge schwarzen Humor, ist äußerst köstlich anzuschauen. Gleichzeitig will man aber auf keinen Fall den Moralapostel mimen und mit dem Finger auf andere deuten, es reicht schlichtweg den betreffenden Leuten einen Spiegel vorzuhalten. Und zeitweise mutet das Ganze sogar fast wie eine Dokumentation an. Das liegt unter anderem auch an den guten Leistungen der Schauspieler, allen voran Aaron Eckhart der dem Film, durch seine intensive Darstellung des arroganten und redegewandten Tabaklobbyisten, sein Gesicht leiht. Aber auch die Nebenrollen sind passend besetzt und so liefern sowohl Katie Holmes, als auch O.C. California Star Adam Brody ansprechende Leistungen ab, ganz zu schwiegen von einem überragenden Robert Duvall. Doch trotz allen Lobes bietet der Film auch manchen Anlass zu Kritik. Denn es kommt mitunter vor, dass manche Szenen zu sehr dahin plätschern und somit veröden. Und auch die Machart wirkt mitunter holprig und unbeholfen. Doch für seine anprangernde Offenheit verzeiht man dem Film derartige Schwächen gerne und so sollten auch Nichtraucher unbedingt den Weg ins Kino wagen.

Punkte:

Autor: Fabian Ohrner