Inhalt: Täglich sterben etwa 1200 Menschen an den
folgen von Tabakkonsum. Um aber die Leute
davon zu überzeugen trotzdem weiter zu rauchen,
gibt es Leute wie Nick Naylor (Aaron
Eckhart). Er verdient seinen Lebensunterhalt
als Tabaklobbyist und versucht Menschen dem
Zigarettenkonsum näher zu bringen. Nebenbei
ringt er auch noch um die Anerkennung seines
Sohnes (Cameron Bright). Doch auf einmal will
ein Senator (William H. Macy) rigoros gegen
Zigaretten vorgehen und auch eine Reporterin
(Katie Holmes) ist ihm auf den Versen. Langsam
gleitet ihm sein Leben immer mehr aus
den Händen und er überdenkt nicht nur seine
Moralvorstellungen.
Kritik: Rauchen schadet nicht nur dem Geldbeutel,
sondern vor allem auch dem leiblichen Wohl.
Das sollte mittlerweile jedem klar sein, doch
selbst den größten Tabakfanatikern kann nun
geholfen werden, denn „Thank you for smoking“
macht sich auf den Weg, um die Leute
auf eine ganz eigene Art und Weise von den
Glimmstängeln fern zu halten: mit Humor.
Doch der Film ist keines Falls eine plumpe,
kleine Komödie, vielmehr ein satirischer Großschlag,
mitten in das Herz so mancher Tabakkonzerne.
Denn wie der Film die perfide und
geldgierige Handlungsweise der Tabakfirmen
aufs Korn nimmt, subtil und gleichzeitig mit jeder
Menge schwarzen Humor, ist äußerst köstlich
anzuschauen. Gleichzeitig will man aber
auf keinen Fall den Moralapostel mimen und
mit dem Finger auf andere deuten, es reicht
schlichtweg den betreffenden Leuten einen
Spiegel vorzuhalten.
Und zeitweise mutet das Ganze sogar fast
wie eine Dokumentation an. Das liegt unter
anderem auch an den guten Leistungen
der Schauspieler, allen voran Aaron Eckhart
der dem Film, durch seine intensive Darstellung
des arroganten und redegewandten Tabaklobbyisten,
sein Gesicht leiht. Aber auch
die Nebenrollen sind passend besetzt und so
liefern sowohl Katie Holmes, als auch O.C.
California Star Adam Brody ansprechende
Leistungen ab, ganz zu schwiegen von einem
überragenden Robert Duvall. Doch trotz allen
Lobes bietet der Film auch manchen Anlass
zu Kritik. Denn es kommt mitunter vor, dass
manche Szenen zu sehr dahin plätschern und
somit veröden. Und auch die Machart wirkt
mitunter holprig und unbeholfen. Doch für
seine anprangernde Offenheit verzeiht man
dem Film derartige Schwächen gerne und so
sollten auch Nichtraucher unbedingt den Weg
ins Kino wagen.