Filmtest März - Syriana

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Inhalt:
In Syriana geht es um den Wirtschaftskrieg, bezüglich der schwindenden Energieresource Öl. Im Film laufen mehrere parallele Geschichten letztendlich in einem Hauptergebnis zusammen. Da wäre die Situation um den beinahe CIA-Veteranen Bob Barnes (George Clooney), welcher einen Handel mit Stingerraketen vermasselt, bei dem eine solche in die Hände eines intelligente wirkenden religiösen Fanatikers gerät. Barnes wird als Sündenbock dargestellt. Man bietet ihm an, dass er nach einem letzten CIA-Auftrag befördert wird und er einen Schreibtischjob bekommt. Dieser beinhaltet die Ermordung des Prinzen Nasirs, welcher sich im Fall einer Trohnnachfolge contra gegenüber den US-Amerikanern verhalten würde. Barnes wird von seinen örtlichen Verbindungsmännern hintergangen, was das Scheitern der Mission zur Folge hat. Zeitgleich nimmt der Wirtschafts-Analyst Bryan Woodman (Matt Damon) eine Beraterstelle bei Nasir an, obwohl einer seiner Söhne bei einer Feier des Königshauses gestorben ist. Zusammen wollen sie das undefinierte arabische Land reformieren, d.h. Frauen mehr Rechte geben, ein Parlament einführen und Geld in die Infrastruktur investieren. Auf der anderen Seite der Welt besitzt eine frisch fusionierte Ölfirma namens ConnexKillen auf Grund dubioser Machenschaften die Rechte für ein riesiges Ölfeld in eben diesem arabischen Land. Eine Schmiergeldaffäre bahnt sich an und senkt sich wie ein Schwert über die amerikanische Ölindustrie. Ein politisches Schachspiel entsteht, bei dem klar wird was für Spielsteine Menschen und andere Länder für die einflussreichen Amerikaner darstellen.

Kritik:
Syriana ist ein politisch hoch interessanter Film, der ein, gerade für eine US-Produktion, sehr brisantes Thema aufgreift. Ein sicherlich mit viel Liebe zum Detail gemachter Film, aber leider zu voll gestopft mit Informationen. Bedauerlicherweise lässt sich nur sehr schwer ein klarer Handlungsstrang erkennen, was auch mit den teilweise sinnlos erscheinenden nebensächlichen Geschehnissen, wie zum Beispiel dem grundsätzlichen Vorkommen von Clooneys Filmsohn, verdeutlicht wird. Sicherlich kein schlechter, aber bedauerlicherweise nahezu spannungsloser Film. Clooney, der für diese Rolle enorm zunahm und sich einen Vollbart wachsen ließ, kann seinen Charme und seine sonst so elegante Ausstrahlung in dieser leicht schwitzig wirkenden Rolle nicht wirken lassen. Letztendlich wirbelt der Film wohl mehr Staub wegen seines politischen Themas, als wegen seines Inhalts auf. Schade.

Punkte:

Autor: Sven März