Inhalt: In Syriana geht es um den Wirtschaftskrieg,
bezüglich der schwindenden Energieresource
Öl. Im Film laufen mehrere parallele Geschichten
letztendlich in einem Hauptergebnis
zusammen. Da wäre die Situation um den
beinahe CIA-Veteranen Bob Barnes (George
Clooney), welcher einen Handel mit Stingerraketen
vermasselt, bei dem eine solche in die
Hände eines intelligente wirkenden religiösen
Fanatikers gerät. Barnes wird als Sündenbock
dargestellt. Man bietet ihm an, dass er nach
einem letzten CIA-Auftrag befördert wird und
er einen Schreibtischjob bekommt. Dieser beinhaltet
die Ermordung des Prinzen Nasirs,
welcher sich im Fall einer Trohnnachfolge contra
gegenüber den US-Amerikanern verhalten
würde. Barnes wird von seinen örtlichen
Verbindungsmännern hintergangen, was das
Scheitern der Mission zur Folge hat. Zeitgleich
nimmt der Wirtschafts-Analyst Bryan
Woodman (Matt Damon) eine Beraterstelle bei
Nasir an, obwohl einer seiner Söhne bei einer
Feier des Königshauses gestorben ist. Zusammen
wollen sie das undefinierte arabische
Land reformieren, d.h. Frauen mehr Rechte
geben, ein Parlament einführen und Geld in
die Infrastruktur investieren. Auf der anderen
Seite der Welt besitzt eine frisch fusionierte
Ölfirma namens ConnexKillen auf Grund dubioser
Machenschaften die Rechte für ein riesiges
Ölfeld in eben diesem arabischen Land.
Eine Schmiergeldaffäre bahnt sich an und
senkt sich wie ein Schwert über die amerikanische
Ölindustrie. Ein politisches Schachspiel
entsteht, bei dem klar wird was für Spielsteine
Menschen und andere Länder für die einflussreichen
Amerikaner darstellen.
Kritik: Syriana ist ein politisch hoch interessanter
Film, der ein, gerade für eine US-Produktion,
sehr brisantes Thema aufgreift. Ein sicherlich
mit viel Liebe zum Detail gemachter Film, aber
leider zu voll gestopft mit Informationen. Bedauerlicherweise
lässt sich nur sehr schwer
ein klarer Handlungsstrang erkennen, was
auch mit den teilweise sinnlos erscheinenden
nebensächlichen Geschehnissen, wie zum
Beispiel dem grundsätzlichen Vorkommen von
Clooneys Filmsohn, verdeutlicht wird. Sicherlich
kein schlechter, aber bedauerlicherweise
nahezu spannungsloser Film. Clooney, der für
diese Rolle enorm zunahm und sich einen Vollbart
wachsen ließ, kann seinen Charme und
seine sonst so elegante Ausstrahlung in dieser
leicht schwitzig wirkenden Rolle nicht wirken
lassen. Letztendlich wirbelt der Film wohl mehr
Staub wegen seines politischen Themas, als
wegen seines Inhalts auf.
Schade.