Filmtest August - Stiefbrüder

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Inhalt:
Das verwöhnte 39-jährige Mama- Söhnchen Brennan (Will Ferrell) wohnt immer noch zu Hause bei seiner alleinerziehenden Mutter (Mary Steenburgen). Und der nicht minder verhätschelte 40 Jahre alte Dale (John C. Reilly) lebt ebenfalls noch unter dem Dach seines Papas (Richard Jenkins). Als sich jedoch die Eltern der beiden verzogenen „Jungs“ ineinander verlieben und heiraten wollen, müssen sich die beiden wohlbehüteten Einzelkinder plötzlich mit unliebsamer Konkurrenz auseinandersetzen: ihrem Stiefbruder! Das kann nicht lange gut gehen…

Kritik:
„Saturday Night Live“-Star Will Ferrell, der gemeinsam mit Regisseur Adam McKay auch das Drehbuch für diesen Film schrieb und der für einen Oscar nominierte John C. Reilly sorgen in „Die Stiefbrüder“ für reichlich Wirbel um das Thema Familie... Der Film handelt von zwei Erwachsenen, die in ihrer Entwicklung gehemmt sind und ihr Leben im gemütlichen Zustand unter Mamas beziehungsweise Papas Dach verbringen. Sie gehen keinem Job nach, haben lachhaft kindische Hobbys und scheinen auch sonst keine sozialen Kontakte zu haben. Der Film dreht sich durchgehend um dieses Thema, das bereits nach zehn Minuten schon abgefrühstückt zu sein scheint: Zwei Erwachsene, die nicht erwachsen werden wollen. Die Hauptdarsteller führen sich wie Kindsköpfe auf, was auch nicht anders zu erwarten war. Erst wird sich bekriegt, dann finden sie ein gemeinsames feindliches Objekt und verbünden sich gegen den bösen, erfolgreichen Bruder (Adam Scott) von Brennan. Und das wichtigste Ziel der beiden: Die Eltern fast in den Wahnsinn zu treiben. In keiner Weise wird realistisch thematisiert, was wirklich passieren könnte, wenn ein Erwachsener in seiner Entwicklung gehemmt ist und was die Konsequenzen davon wären. Aber um Realität geht es in diesem Film nicht. Stattdessen erscheint die Story bereits nach kurzer Zeit langatmig und langweilig. Dadurch steigt beim Zuschauer die Erwartung, dass die unproduktive Story durch gute Witze und Situationskomik gebrochen wird. Doch auch dies funktioniert fast in keiner Situation in diesem Film. Jeder Witz ist seicht, kopiert, geschmacklos und absolut niveaulos. Diverse Male möchte man als Zuschauer einfach nur wegsehen! Die Beziehungskonstellationen im Film sind absolut unglaubwürdig inszeniert. Sowohl das Verhalten der Eltern zu ihren Sprösslingen wirkt niemals authentisch, ebenso die Beziehung zwischen beiden Einzelkindern. Zumindest das Verhältnis der Eltern hätte man wirklichkeitsgetreuer gestalten können, um die Story nicht allzu unrealistisch erscheinen zu lassen. Die Sprache kann man nur als „talking dirty“ bezeichnen, was den Zuschauer erschaudern und diverse Male daran denken lässt, das Kino zu verlassen. Zwei eigentlich nicht allzu schlechte Schauspieler Ferrell und Reilly scheint die Lust gepackt zu haben, sich einfach sinnlos in einem Film als Kindsköpfe auszutoben. Schade ist, dass obwohl sie dies eigentlich mit viel Energie tun, der Film trotzdem miserabel ist. Ferrell ist in keiner Sequenz des Films lustig und beginnt schon währenddessen zu nerven. Es gibt als Zuschauer fast nichts Schlimmeres als sich eine Komödie anzusehen, die nicht funktioniert und absolut nicht lustig ist. Dieser Film ist ein Beispiel hierfür. Zu keinem Zeitpunkt kann man den beiden Protagonisten etwas Positives abgewinnen oder gar Sympathie für die zwei entwickeln, deswegen ist es nicht lohnenswert, sich diesen Film anzutun.

Punkte:

Autor: Christina Theodoridou