Inhalt: Haben Kriminelle eine zweite Chance verdient?
Zu mal, wenn sie Jugendliche sind
und auch noch aus komplizierten Verhältnissen
stammen. Mit dieser Frage setzt sich
Dwayne „The Rock“ Johnson in „Spiel auf
Bewährung“ auseinander. Sean Porter ist
Bewährungshelfer in einer Jugendstrafanstalt,
in der er zusammen mit seinem Kollegen,
Malcolm Moore (Xzibit), eine Gruppe
jugendlicher Schwerverbrecher in vier
Wochen in ein Highschool-Footballteam
verwandeln will. Konfrontiert mit Gangrivalitäten
und erbittertem Hass zwischen den
Mitgliedern seines Teams, versucht Porter
den Kids Sinn für Selbstachtung und Verantwortung
beizubringen. Da rund 75 Prozent
dieser jugendlichen Insassen in der Regel
in den Knast zurückkehren oder ein gewaltsames
Ende auf der Straße finden, stehen
Porter und Moore scheinbar unüberwindbaren
Hürden gegenüber. Hinzu kommt,
dass niemand gegen verurteilte Kriminelle
antreten will. Erst durch harte Arbeit und
viel Motivation können sich Porter und sein
Team den Weg zu einer zweiten Chance erkämpfen.
Erhalten sie die Chance, die sie
benötigen? Werden die Jugendlichen durch
den Erfolg mehr Selbstwertgefühl und Mut
schöpfen, oder demütigen sie Niederlagen
vollends? Erfüllt also das Projekt seinen
Sinn?
Kritik: „Spiel auf Bewährung“ ist ein Film, der einer
wahren Geschichte folgt. Er behandelt
die Gangthematik und Strafanfälligkeit vieler
Jugendlicher in amerikanischen Ghettos.
Selbst viele der wirklich erfrischenden und
berührenden Wortwechsel sind tatsächlich
genauso passiert. Der Film ist im Stile von
Werken wie „Coach Carter“ und schafft es
auf wunderbare Weise die durch die Geschehnisse
und Musik entstandenen Stimmungen
auf den Zuschauer zu übertragen.
Von Freude bis Traurigkeit ist alles im Film
vorhanden, was er braucht. Der Soundtrack
ist klasse und passt immer wie die Faust
aufs Auge. Natürlich ist der Film kein kameratechnisches
Meisterwerk, oder gar mit Werken
wie „A Beautiful Mind“ und „Aviator“ zu
vergleichen, aber er ist trotzdem schön und
anschaulich gemacht. Allerdings ist der Film
wahrscheinlich eher etwas für Jugendliche,
da er mit seiner Gang- und Footballthematik
wohl eher jüngere Zielgruppen anspricht.
Dwayne Johnson beweist, wie schon zuvor
zum Beispiel in „Be cool,“ dass er mehr als
ein Wrestlingstar ist und verkörpert seine
Rolle, so gut und glaubhaft, wie es eben in
einem solchen Film geht.