Filmtest November - Spiel auf Bewährung

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Inhalt:
Haben Kriminelle eine zweite Chance verdient? Zu mal, wenn sie Jugendliche sind und auch noch aus komplizierten Verhältnissen stammen. Mit dieser Frage setzt sich Dwayne „The Rock“ Johnson in „Spiel auf Bewährung“ auseinander. Sean Porter ist Bewährungshelfer in einer Jugendstrafanstalt, in der er zusammen mit seinem Kollegen, Malcolm Moore (Xzibit), eine Gruppe jugendlicher Schwerverbrecher in vier Wochen in ein Highschool-Footballteam verwandeln will. Konfrontiert mit Gangrivalitäten und erbittertem Hass zwischen den Mitgliedern seines Teams, versucht Porter den Kids Sinn für Selbstachtung und Verantwortung beizubringen. Da rund 75 Prozent dieser jugendlichen Insassen in der Regel in den Knast zurückkehren oder ein gewaltsames Ende auf der Straße finden, stehen Porter und Moore scheinbar unüberwindbaren Hürden gegenüber. Hinzu kommt, dass niemand gegen verurteilte Kriminelle antreten will. Erst durch harte Arbeit und viel Motivation können sich Porter und sein Team den Weg zu einer zweiten Chance erkämpfen. Erhalten sie die Chance, die sie benötigen? Werden die Jugendlichen durch den Erfolg mehr Selbstwertgefühl und Mut schöpfen, oder demütigen sie Niederlagen vollends? Erfüllt also das Projekt seinen Sinn?

Kritik:
„Spiel auf Bewährung“ ist ein Film, der einer wahren Geschichte folgt. Er behandelt die Gangthematik und Strafanfälligkeit vieler Jugendlicher in amerikanischen Ghettos. Selbst viele der wirklich erfrischenden und berührenden Wortwechsel sind tatsächlich genauso passiert. Der Film ist im Stile von Werken wie „Coach Carter“ und schafft es auf wunderbare Weise die durch die Geschehnisse und Musik entstandenen Stimmungen auf den Zuschauer zu übertragen. Von Freude bis Traurigkeit ist alles im Film vorhanden, was er braucht. Der Soundtrack ist klasse und passt immer wie die Faust aufs Auge. Natürlich ist der Film kein kameratechnisches Meisterwerk, oder gar mit Werken wie „A Beautiful Mind“ und „Aviator“ zu vergleichen, aber er ist trotzdem schön und anschaulich gemacht. Allerdings ist der Film wahrscheinlich eher etwas für Jugendliche, da er mit seiner Gang- und Footballthematik wohl eher jüngere Zielgruppen anspricht. Dwayne Johnson beweist, wie schon zuvor zum Beispiel in „Be cool,“ dass er mehr als ein Wrestlingstar ist und verkörpert seine Rolle, so gut und glaubhaft, wie es eben in einem solchen Film geht.

Punkte:

Autor: Sven März