Filmtest September - Sicko

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Inhalt:
Das amerikanische Gesundheitssystem ist schon lange ein Angriffspunkt für Kritiker. Vieles ist schlecht und sollte dringend verbessert werden, doch es bewegt sich absolut nichts. Nun hat sich der erfolgreichste Dokumentarfilmer der Welt, Michael Moore der Sache angenommen und deckt Missstände des Systems auf. So stellt er zunächst schwere Schicksale vor, die durch die Machenschaften der Krankenversicherungen leiden mussten und immer noch müssen. Schließlich reist er dann von den Vereinigten Staaten nach Kanada über Großbritannien nach Frankreich und schließlich nach Kuba um das jeweilige dortige Gesundheitssystem zu begutachten.

Kritik:
Wenn man nicht weiß wie Michael Moore an die Recherche für seine Filme herangeht und noch nie davon gehört hat, dass er seinen Erzählungen die ein oder andere sehr folgenreiche Lüge beimischt wird man von diesem Film sicherlich enorm beeindruckt und schockiert sein. Kennt man allerdings die Geschichten zu verschiedensten Vorgehensweisen des Herren Moore so ist man den ganzen Film über nur damit beschäftigt darüber nachzudenken hinter welcher Sache wieder einmal nur eine Unwahrheit steckt. Sicherlich ist der Film auf den ersten Blick wieder sehr gut gemacht und man kann durch seinen Sarkasmus auch immer wieder kopfschüttelnder Weise lachen und danach das Kino verlassen um nachzudenken wie schlimm das Leben der Amerikaner sein muss. Macht man sich jedoch klar, dass Moore beispielsweise bereits schon bei seiner ersten größeren Produktion „Roger & Me“ die gesamte Story auf einer Lüge aufgebaut hat muss man sich wirklich Gedanken darüber machen was er dieses Mal wieder an Lügen verbreiten möchte. Das sollte bei einer Dokumentation nicht geschehen, denn man muss bei dieser Filmart Vertrauen in die Macher haben um sich für das Erzählte interessieren zu können. Leider habe ich eben dieses so wichtige Vertrauen in Michael Moore verloren, da ich die Wahrheiten zu seinen Produktionen kenne.

Punkte:

Autor: Daniel Fürg