Inhalt: Was tun, wenn man zwar gerne auf ein College
gehen würde aber auf keinem aufgenommen
wird? Naja, Bartleby (Justin Long) hat da
eine recht außergewöhnliche aber scheinbar
doch sehr effektive Lösungsvariante gefunden.
Er hat sich gedacht wenn schon kein
reales dann doch wenigstens ein erfundenes
College damit die Eltern nichts vom Versagen
bei den Aufnahmeverfahren erfahren. Zuerst
einmal benötigt man ein glaubwürdiges Aufnahmeschreiben.
Dies ist ja noch nicht sehr
schwer. Einfach ein seriös wirkendes Logo,
ein imponierendes Briefpapier und ein gut klingender
Name. So entsteht das „South Harmon
Institute of Technology“ kurz „S.H.I.T.“. Kurz
darauf lässt sich Bartleby noch eine passende
Internetseite von einem Freund basteln. Die
Fassade scheint perfekt und auch Bartlebys
ebenfalls abgelehnten Freunde finden die
Idee ganz toll. Doch als sein Vater alles glaubt
möchte er seinen Sohn am ersten Tag gerne
selbst in das College fahren. Nun brauchen die
neuen Schulleiter ein passendes Gebäude für
das „S.H.I.T.“ und finden dieses in einer alten
Psychiatrie. Diese wird ein wenig angepasst
und fertig ist das Schulhaus. Alles läuft perfekt,
das gilt auch für den ersten Schultag. Doch
dann tauchen plötzlich immer mehr vermeintliche
Schüler an diesem Haus auf. Jetzt steht
Bartleby vor der Entscheidung alles aufliegen
zu lassen oder seine eigene Schule zu leiten.
Und nach einigen Überlegungen und Blicken
in die Gesichter seiner hoffnungslosen Schüler
entscheidet er sich für letztere Variante.
Kritik: Diese Teenager- Schulkomödie ist einer dieser
Filme von denen man nichts erwartet dann
aber glücklicherweise eines Besseren belehrt
wird.
Hier kann man köstlich lachen, denn Regisseur
Steve Pink ist die perfekte Collegekomödie
gelungen und das sogar ohne echtes College.
Aus der rein filmischen Perspektive betrachtet
wird der Film zwar qualitativ mehr einem Fernsehfilm
gerecht, doch man muss sagen, dass
er diesen Aspekt durch seine brillant amüsante
Story fast wieder gut macht. Ein echtes Highlight
ist die Performance von Lewis Black alias
Dean Lews. die den Preis für die Kinokarte
schon allein wert ist. Die Struktur des Films
ist nicht wirklich atemberaubend neu und es
werden auch sehr viele Klischees eingebracht.
Man darf bei dem Film kein anspruchsvolles
Kulturkino erwarten denn mit solchen Erwartungen
ist man hier leider komplett falsch.
Aber wenn man lachen möchte und Filme wie
„American Pie“ mochte kann man sich hier
wunderbar amüsieren.