Filmtest April - Scary Movie 4

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Inhalt:
Abermals ist ein Jahr voller Kinoblockbuster vorüber ohne dass sich jemand großartig darüber lustig gemacht hat. Aber zum Glück gibt es ja noch die Spielfilmreihe „Scary Movie“, die auch im mittlerweile vierten Teil wieder alle möglichen Filme aufs Korn nimmt, darunter Horrorfilme wie „The Grudge“ oder „The Village“, aber auch andere Kaliber wie etwa „Krieg der Welten“ und „Million Dollar Baby“. Wieder mit von der Partie Cindy Campbell (Anna Faris) und ihre Freundin Brenda (Regina Hall). Dieses Mal geht es um nichts Geringeres als die Rettung der Menschheit und so versuchen die beiden Frauen mit Hilfe von Tom Ryan (Craig Bierko) die Welt vor den finsteren Aliens zu bewahren.

Kritik:
Wenn für einen Film bereits im Vorfeld viel Aufwand in Werbekampagnen und Promotion- Aktionen gesteckt wird lässt dies meistens nur zwei Schlüsse zu: entweder man will damit kaschieren wie dürftig der eigentliche Film letztlich ist oder es handelt sich um einen Millionen Blockbuster. Im Falle von „Scary Movie 4“ stimmt eindeutig die erste Prognose. Die meisten Gags sind ziemlich lahm und plump, fast schon stumpfsinnig, außerdem nicht zu selten auf unterstem Niveau und schaffen es nur selten dem Zuschauer ein Lachen abzuringen, zu vorhersehbar ist das Ganze konstruiert. Auch zielen viele Szenen deutlich unter die Gürtellinie, denn wenn eine gelähmte, alte Frau versehentlich mit Urin statt mit Wasser gewaschen wird, ertappt man sich des Öfteren bei der Frage, wie tief die Ekelgrenze eigentlich gesunken ist und wie viel ein Kinogänger heutzutage aushalten muss. Aber natürlich ist der Film nicht von vorne bis hinten nur schlecht, es gibt durchaus einige lustige Momente, etwa wenn „Saw“ oder „Brokeback Mountain“ parodiert werden. Auch die Tatsache, dass hier inzwischen nicht mehr nur Filme sondern auch tatsächliche Ereignisse, unter anderem der peinliche Auftritt von Tom Cruise in einer US-Talkshow, verballhornt werden zeugt von gewissen, wenn auch nur kleinen Innovationen. Doch man muss sich fragen dürfen, ob es denn mittlerweile reicht nur irgendwelche Filme mehr oder minder lustig zu verunstalten und dabei fast komplett auf Story und Inhalt zu verzichten. Denn so witzig das für einige sein mag, dieses Prinzip wurde in den letzten Jahren geradezu ausgeschlachtet und hat in etwa den Unterhaltungswert einer Entenwanderung. Bleibt nur zu hoffen, dass man den Sätzen aus den Werbekampagnen Glauben schenken darf und dies wirklich der letzte Teil der Reihe bleibt.

Punkte:

Autor: Fabian Ohrner