Inhalt: Alles was Ricky Boby (Will Ferrell) jemals
wollte, war schnell zu sein… richtig schnell.
Schon sein ganzes Leben lang träumte er davon,
seinen Vater stolz zu machen, der ihm
sagte:“ Wenn du nicht der Erste bist, bist du
der Letzte“ – und dann die Familie sitzen ließ.
Nach einem glücklichen Zufall, durch den Ricky
vom Mechaniker zum Rennfahrer wird,
steigt er schnell zum Star der Nascar-Szene
auf. Er gewinnt jedes Rennen, gibt alles und
hat einen wahrer Bleifuß. Er lebt im wahrsten
Sinne den typisch amerikanischen Traum, hat
alles, ist alles und will immer noch alles. Bis zu
dem Zeitpunkt, als ihm sein Tempodrang einen
schweren Unfall beschert. Er muss erkennen,
dass er ohne sein Auto und ohne Titel zu gewinnen
von niemandem gemocht wird. Als sein
bester Freund Cal (John C. Reilly) ihm auch
noch die Frau ausspannt, in sein Haus zeiht
und seinen Platz im Team einnimmt, ist sein
Wille vollkommen gebrochen. Bis ausgerechnet
sein Vater auftaucht, ihm seine durch den
Unfall gekommene Angst vorm Fahren nimmt
und ihn mit allen Tricks wiederaufbaut. Ricky
beschließt sein Comback. Allein schon, um
seinen neusten Erzfeind, Jean Girard (Sacha
Baron Cohen), den französischen Ex-Formel
1-Piloten, zu besiegen. Er will wieder gewinnen.
Kritik: Ricky Boby ist ein Film, bei dem man anfänglich
erwartet einen proletarischen „Wir sind
Amerika Film“ zu sehn, entwickelt sich aber
sehr schnell zu einer wahrhaft witzigen Komödie.
Ein US-amerikanischer Einschlag ist zwar
kaum zu leugnen, fällt aber in den seltensten
Fällen zu unangenehm auf. Mit sehr lustigen
Skatchen, originellen Charakteren und einem
fantastischen Sacha Baron Cohen ist dieser
Film wahrhaft lohnend. Baron, der vor allem
durch Ali G bekannt wurde, spielt den französischen
Rennfahrer mit so gutem Akzent, dass
sich ein Kinobesuch allein wegen ihm schon
lohnt. Die Story ist zwar nicht die originellste,
passt aber gut zu den Figuren und ist eine
Spaßgarantie für Groß und Klein. Intelligente
Witze sind hier allerdings nicht zu erwarten.