Inhalt:
Die Journalistin Angela (Jennifer Carpenter) und ihr Kameramann begleiten für ihre Sendung ein Feuerwehrteam aus Los Angeles in ihrem Arbeitsalltag. Alles sieht nach einer ruhigen Nacht in Bereitschaft aus, bis sie zu einem Apartmentkomplex gerufen werden. Es wurden Schreie aus der Wohnung einer älteren Dame gemeldet. Als die Feuerwehrleute zusammen mit der Polizei die Wohnung öffnen, steht die blutverschmierte alte Frau apathisch vor ihnen. Als sich die Beamten der Frau nähern, fällt sie sie plötzlich an. Sie ist von einer mysteriösen Tollwut infiziert, die schon bald im Wohnkomplex um sich schlägt. Das Gebäude wird abgeriegelt und Angela ist mit den Mietern und den Feuerwehrleuten gefangen.
Kritik: „Quarantäne“ ist ein Hollywood-Remake des Überraschungshits [REC] von 2007. Die Story bleibt die gleiche, die Atmosphäre jedoch nicht. Man weiß nicht, ob man sich fürchten oder lachen soll, denn die Zombieprügelei und Bissattacken nutzten sich im Laufe des ohnehin mit 88 Minuten recht kurzen Films schnell ab. So verlaufen sie immer nach dem gleichen Schema: eine alte Frau oder ein Kind stehen regungslos da. Beim Versuch zu helfen, werden die Beamten jedes Mal erneut angesprungen. Die Personen scheinen wohl nichts aus den vorherigen Angriffen zu lernen. Doch das eigentliche Problem des Films ist die Kameraführung, bekannt aus „Cloverfield“ und „Blair Witch Project“. Die hastigen Bewegungen aus der Sicht der Handkamera verursachen eher Übelkeitsgefühle und epileptische Anfälle als ein Angstgefühl. Besonders an der Stelle, an der der Kameramann Blut von der Linse wischt, stört das Konzept enorm. Ein weiterer Störfaktor ist die Hauptdarstellerin Jennifer Carpenter selbst. Man wird das Gefühl nicht los, dass diejenige das Casting gewonnen hat, die ist, die am hysterischsten schreien kann. Jennifer Carpenters Einsatz ist zwar löblich, doch hofft man bald, dass sie endlich von einem Infizierten zum Schweigen gebracht werde. Abgesehen davon, ist der Film zwar solide aber nicht wirklich gruselig. Wer [REC] schon gesehen hat, kann sich den Kinogang sparen. Ansonsten ist „Quarantäne“ nur für Genrefans zu empfehlen.