Filmtest Dezember - Prestige

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Inhalt:
London zur Zeit der Jahrhundertwende. Die Welt der Magie ist unentdeckt und voller Illusionen. Robert Angier (Hugh Jackman) und Alfred Borden (Christian Bale), beide aufstrebende Talente in der Branche, sind fasziniert von den Möglichkeiten, die die Zauberei bietet. Während Robert mehr Wert auf eine gelungene Inszenierung legt um das Publikum zu begeistern, geht es Alfred vor allem darum seine Tricks ständig zu verbessern. Doch während einer Vorführung kommt es zu einem schrecklichen Zwischenfall, der die Freunde für immer entzweit. Daraufhin beginnt ein unerbittlicher Kampf und jeder der Beiden versucht ständig den Anderen mit seinen Shows zu überbieten und auszustechen. Beide sind völlig besessen von ihrer Idee der Beste zu sein und überschreiten dabei immer mehr Grenzen. Mit Hilfe der Elektrizität scheint es Robert nun endlich zu gelingen, Alfred zu übertrumpfen. Doch dann kommt alles anders...

Kritik:
„Jeder große Zaubertrick besteht aus drei Akten“. Passend, denn auch jeder hervorragende Film sollte unbedingt drei wichtige Komponenten in sich vereinen. Komponente Nummer eins sind die Schauspieler. Um eine Geschichte glaubhaft zu vermitteln, braucht es unbedingt ein paar talentierte Darsteller, die etwas von ihrem Handwerk verstehen. Des weiteren ist zwingend eine packende Story von Nöten. Auch die tollsten Schauspieler würden in einer langweiligen und millionenfach kopierten Handlung einfach untergehen, niemand könnte von ihrem Talent profitieren. Die dritte Komponente ist der Regisseur. Die Geschichte in mitreißenden Bildern zu erzählen ist keine leichte Aufgabe und erfordert viel Können. Welch ein Glück, dass „Prestige – Die Meister der Magie“ all diese Dinge in perfekter Manier vereint. Hierbei sind natürlich die Schauspieler zu nennen. Eine ganze Armada hochrangiger Schauspieler hat sich hier zusammengetan, um ihr Bestes zu geben. Allen voran Christian Bale, der mit seiner unfassbaren Darstellung, des von Besessenheit zerfressenen aber dennoch genialen Magiers beweist, warum er derzeit einer der besten Darsteller Hollywoods ist. Selbstverständlich überzeugen auch Hugh Jackman, Scarlett Johansson und natürlich der unvergleichliche Michael Caine durchweg auf höchstem Niveau. Aber auch weniger Erprobte auf diesem Gebiet, wie Sänger David Bowie, enttäuschen keinesfalls. Doch es ist vor allem die sensationelle Geschichte, die den Film so einzigartig macht. Die höchst innovative Story ist durch ich ihre zahlreichen Wendungen immer wieder aufs Neue fesselnd und lässt den Zuschauer doch des öfteren über die Zusammenhänge im Unklaren. Dadurch wird eine derart packende Atmosphäre geschaffen, dass man sich keine Nanosekunde davon losreißen kann. Das Ende schließlich ist schlichtweg phänomenal und löst gleichzeitig alles so logisch auf, dass keinerlei Ungereimtheiten entstehen. Hierbei kommt dem Film die fantastische Art zu gute, in der Regisseur Christopher Nolan die Geschichte erzählt. Er arbeitet mit allerlei Zeitsprüngen und streut hier und da typische Elemente eines Thrillers ein. Auf diese Weise hebt Nolan das Ganze von anderen Filmen ab und verleiht dem Werk seinen persönlichen Touch. Die letzte – und aus Hollywood-Sicht wahrscheinlich auch wichtigste Komponente, wäre beinahe übersehen worden: die Zuschauerzahlen. Damit diese nicht zu gering ausfallen tun Sie sich und den Filmemachern einen Gefallen und schauen sich den Film an.

Punkte:

Autor: Fabian Ohrner