Inhalt: Als in einem amerikanischen
Wohnblock
in Saudi-
Arabien mehrere
Bomben detonieren
ist die Bestürzung groß.
Weil dabei aber auch ein
amerikanischer Agent sein
Leben verliert, ruft dies das
FBI auf den Plan. Das will
eine kleines Ermittlungsteam
unter der Leitung von
Ronald Fleury (Jamie Foxx)
dorthin senden um die Anschläge
aufzuklären und
den Täter zu fassen. Nach
einigen bürokratischen Hindernissen
bekommt das
Team schließlich doch eine
befristete Aufenthaltsgenehmigung
um ihre Untersuchungen
anzustellen. In
Saudi-Arabien angekommen,
merken die Amerikaner
jedoch schnell, dass das
mit dem Ermitteln nicht so
einfach geht, weil sie wegen
der potentiellen Anschlagsgefahr
ständig unter
strenger Beobachtung der
lokalen Polizei stehen. Doch
wie soll man mit all den
Verboten und Vorschriften
rechtzeitig einen gnadenlosen
Terroristen schnappen,
bevor dieser erneut
zuschlägt?
Kritik: Die Beziehung der Vereinigten
Staaten von
Amerika mit dem Königreich
Saudi-Arabien ist
eine etwas komplizierte,
wenn nicht sogar verzwickte.
Einerseits waren
15 der 19 Attentäter des
11. Septembers Saudis, andererseits
sind ein Großteil
der Insassen in Guantánamo
Bay saudische Staatsbürger.
Trotzdem versuchen beide
Parteien sich politisch anzunähern.
Vor diesem prekären Hintergrund
einen Spielfilm anzusiedeln
ist eine schwierige,
gleichzeitig aber auch spannende,
weil weitgehend
unverbrauchte Geschichte.
Diesen Versuch unternimmt
Regisseur Peter Berg nun
erfolgreich mit „Operation:
Kingdom“, einer äußerst actionlastigen
Variante. Zu
Beginn des Films wird dann
auch der geschichtliche Hintergrund
der Beziehung der
beiden Länder kurz zusammen
gefasst, doch letztendlich
wird im Film selbst auf
die diffizile Situation so gut
wie gar nicht eingegangen.
Zwar fallen ein, zwei Mal
ein paar schale Sätze, diese
geraten aber derart plump,
dass sie die Atmosphäre
eher stören, anstatt sie noch
dichter zu gestalten.
Dennoch ist „Operation:
Kingdom“ ein enorm intensives
Erlebnis. Zum einen
wird der Anschlag zu Beginn
schockierend realistisch in
Szene gesetzt und zum anderen
sind die her vorragenden
Action-Szenen gegen
Ende sehr eindringlich.
Hier merkt man deutlich
die Handschrift des Produzenten
Michael Mann, so
packend und real wurden
diese inszeniert.
Auch die Schauspieler liefern
eine solide Leistung
ab, obgleich etwa Jamie
Foxx oder auch Chris Cooper
nicht so brillieren wie man
es von ihnen kennt. Einzig
Jennifer Garner kann gar
nicht überzeugen und wirkt
in den meisten Fällen doch
sehr aufgesetzt.
Aber die Beziehung Jennifer
Garners zur Schauspielerei
war ja schon immer eine
sehr komplizierte.