Inhalt: E ddie Schneider (Til Schweiger) scheint alles zu
haben was er sich je erträumt hat - einen guten
Job in einer erfolgreichen Werbeagentur, die
Tochter (Stefanie von Pfetten) des Chefs (Art Hindle)
an seiner Seite, Geld und ein gutes Verhältnis zu seinen
Kollegen. Doch dann vergewaltigt der Bruder
(Sebastien Roberts) seiner Verlobten Judy seine
beste Freundin Angelina (Lauren Lee Smith) und
Eddie findet diese am nächsten Tag Tränen überströmt
und total verstört in der Garage der Agentur.
Er möchte den Täter Anthony Birk zur Rede stellen
doch er hat nicht erwartet, dass dieser ihn mit Fotos
von seinen eigenen Affären erpressen würde. So
kommt es, dass Eddie vor Gericht für Anthony aussagt.
Doch dann kommen die Affären doch noch
ans Licht und Eddies Welt bricht zusammen...
Kritik: Til Schweiger hat schon oft bewiesen wie gut
er sympathische Charaktere spielen kann.
Doch in „One Way“ zeigt er auch, dass er genauso
gut einen Unsympathen verkörpern
kann. Eddie Schneider wird dem Zuschauer
ab dem Zeitpunkt unsympathisch in dem er
seine beste Freundin verrät nur um seinen
Job zu retten. Man sieht wie er von der Macht
der Familie seiner Verlobten beeinflusst und
geblendet wird. Wenn man einmal an der
Spitze steht möchte man nicht mehr herunterfallen
und genau dies versucht Eddie
zu verhindern in dem er nach den Regeln
dieser Familie spielt. Reto Salimbeni wollte
mit „One Way“ einmal die Opfersituation
des ständigen Machtmissbrauchs beleuchten
und hat dies in wunderbarer Weise
geschafft. Der Film steht einer echten
Hollywood-Produktion in fast nichts nach.
Gedreht wurde der in New York spielende
Film in Toronto und Nordrhein-Westfalen.
Salimbeni schafft es jedoch sogar das eigentlich
in Münster stehende Gefängnis
düster und amerikanisch aussehen zu lassen
- wirklich bemerkenswert.
Salimbeni siedelte die Handlung von „One
Way“ in Amerika an, da es dort keine sozialen
Auffangnetze wie in Deutschland gibt.
Wenn man einmal fällt landet man dort
ganz auf dem Boden und muss sich mühsam
wieder hocharbeiten. Diese Tatsache
wird in „One Way“ mit aller Eindringlichkeit
geschildert.
Ein wirklich interessanter und guter Film
den sich nicht nur Til Schweiger Fans ansehen
sollten.