Benno Fürmann, Florian Lukas, Johanna Wokalek, u.v.a.
Drehbuch:
Johannes Naber, Christoph Silber, Benedikt Roeskau
Inhalt:
Die Nordwand des Eiger, einem 3970m hohem Berg in den berner Alpen, zu besteigen, war 1936 der Wunsch eines jeden Bergsteigers, der etwas auf sich hielt. Da geht es auch den beiden Kletter-assen Toni Kurz (Benno Fürmann) und Andi Hinterstoisser (Florian Lukas) nicht anders. Mit der Motivation der nächsten Olympischen Spiele im Hinterkopf wagen sie nach ersten Bedenken den Aufstieg an der Nordwand. Jedoch sind sie mit diesem Gedanken nicht alleine: zahlreiche Bergsteiger befinden sich bereits am Fuße der Nordwand, als Toni und Andi dort eintreffen. Die Vorbereitungen werden mit Spannung von Schaulustigen und Interessenten aus dem nahe gelegenen Grand Hotel beobachtet. Unter ihnen befinden sich auch die junge Reporterin Luise Fellner (Johanna Wokalek) und ihr Chefredakteur Arau (Ulrich Tukur), die eine sensationelle Story wittern. Dann wagen Toni und Andi endlich den Einstieg und müssen schnell feststellen, dass die „Mordwand“ deren gesamtes Können abverlangt...
Kritik: Die Nordwand ist tückisch: manchmal herrscht schönster Sonnenschein und in kurzer Zeit verwandelt sich dieser in Nebel und Schneestürme. Zum Glück schafft es Regisseur Philipp Stölzl das Wetter konstant schön zu halten, damit Sie dem Plätschern des Gebirgsbaches in Ruhe folgen können. Die Geschichte um Andi und Toni ist verpackt in sehr schöne Landschaftsaufnahmen, bietet aber mehr Längen als Spannung, gerade am Ende des Films. Die Kletterpassagen sind äußerst dramatisch inszeniert und Unfälle in der Wand mitunter sehr derb dargestellt. Die Schauspieler überzeugen, gehen aber über gewohntes Niveau nicht hinaus. “Nordwand” ist im Großen und Ganzen Durchschnitt. Wer gerne einem Bach 2 Stunden beim plätschern zuhört, wird seinen Spaß mit diesem Film haben.