Filmtest Februar - Mord ist mein Geschäft, Liebling

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Inhalt:
Eigentlich ist Toni Ricardelli (Rick Kavanian) mit seinem Beruf als Profikiller ganz zufrieden: „Gute Bezahlung, flexible Arbeitszeiten, und man hat viel mit Menschen zu tun.“ Doch eines fehlt ihm zu seinem Glück: die richtige Frau! Sobald die Sprache auf seinen „exotischen“ Beruf kommt, ist jede romantische Liaison beendet. Als Toni den Auftrag hat, den ehemaligen Mafioso und Autor Enrico Puzzo (Franco Nero) zu erledigen, um die Veröffentlichung von dessen Memoiren zu verhindern, begegnet er der schusseligen Verlagsangestellten Julia (Nora Tschirner) und verliebt sich prompt. Toni ergreift die Chance, in ihrer Nähe bleiben zu können: Er gibt sich als Puzzo aus und rettet damit Julias Karriere. Doch Tonis Hochstapelei erweist sich trotz der Hilfe seines alten Freundes Pepe (Bud Spencer) als lebensgefährliche Mission. Mafiaboss Salvatore Marino (Günther Kaufmann) glaubt, dass Puzzo noch am Leben ist, und setzt eine ganze Horde von Killern auf ihn an. Unter ihnen ist auch Tonis alter Freund, der charmante Bayer Helmut Münchinger (Christian Tramitz), dessen „Schatzi“ ihn selbst im schlimmsten Feuergefecht am Handy mit Alltagsproblemen nervt. Und als ob das noch nicht genug wäre: Auch Julias Verlobter, der neurotische Verlegersohn Bob Kimbel (Janek Rieke), kommt dem falschen Puzzo auf die Spur. Toni hat die Wahl: als Puzzo zu sterben oder als enttarnter Killer Julias Liebe zu verlieren.

Kritik:
Sebastian Niemann wollte schon lange einen modernen Film im Stil der klassischen Screwball- Komödien mit Doris Day, Rock Hudson, Cary Grant und Tony Randall drehen“, sagt Produzent Christian Becker („Die Welle“, „Hui Buh - Das Schlossgespenst“). Niemann und der Produzent hatten dabei berühmte Vorbilder wie „Bettgeflüster“, „Ein Hauch von Nerz“, „Schick mir keine Blumen“ und „Pyjama für zwei“ im Kopf. Sie haben diese Ideen mit tollen Darstellern, coolen Songs und sechziger-Jahre Kulissen gut umgesetzt. Die Besetzung ist zudem bis in die kleinste Nebenrolle mit Stars gespickt. Rick Kavanian spielt den „Cleaner“ urkomisch und Nora Tschirner als liebenswerter Tollpatsch ist so unglaublich süß. Sie ist hier fast so gut wie in „Keinohrhasen“. Der absolute Oberkracher ist aber Ricks Widersacher Christian Tramitz. Er und sein Handy-Klingelton lassen den Zuschauer Tränen lachen. Abgerundet wird das Ganze mit lustigen Auftritten von Franc Nero und Bud Spencer. Manche Gags jedoch wirken erzwungen und ein wenig platt. Vor allem in der ersten Filmhälfte. Das steigert sich aber von Minute zu Minute zum Positiven. Der Höhepunkt ist die kirchliche Trauung vor den Toren Berlins. Ein herrliches Chaos! Und am Ende kann man sagen, dass man sich in der besten deutschen Komödie seit „Keinohrhasen“ köstlich amüsiert hat. Tipp: Unbedingt den Abspann angucken und nochmal schlapplachen. Hier gibts verpatzte Szenen vom Dreh!

Punkte:

Autor: Christian Demmel

Zusatzmaterial:
- Trailer