Filmtest August - Miami Vice

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Inhalt:
Sie sind wieder da, James „Sonny“ Crockett (Colin Farrell) und Ricardo „Rico“ Tubbs (Jamie Foxx), die legendären Cops aus der Kultserie „Miami Vice“. Diesmal müssen die beiden Undercoverpolizisten eine undichte Stelle in den eigenen Reihen ausfindig machen. Dafür bieten sie sich dem kolumbianischen Drogendealer Jesús Montoya (Luis Tosar) als Kuriere an. Immer dichter dringen sie dabei ins Innere der Organisation vor. Crockett verliebt sich unterdessen ausgerechnet in Montoyas Frau Isabella (Gong Li). Als dann, vor einem großen Deal, Tubbs Freundin Trudy (Naomi Harris) von den Dealern entführt wird, müssen Crockett und Tubbs alles versuchen um deren Leben zu retten.

Kritik:
„Schneller! Höher! Weiter!“, das Motto der olympischen Spiele zur Zeit der Antike beschreibt sehr treffend den momentanen Trend im Action-Genre. Allerdings müsste es in diesem Zusammenhang wohl eher „Schneller! Teurer! Wuchtiger!“ heißen, denn wer heutzutage die schnellsten und teuersten Vehikel und wuchtigsten Explosionen in seinem Film vereinen kann, braucht sich um den Rest eigentlich nicht mehr zu kümmern. Kein Wunder, dass auch Michael Mann, durchaus erprobt in diesem Genre durch Filme wie „Heat“ oder „Collateral“, sein Glück damit versucht. Zusätzlich dient ihm eine der bekanntesten Kultserien als Rahmenhandlung: „Miami Vice“. Um das Ganze zeitgemäß zu gestalten, siedelte man das Geschehen in der Gegenwart an, das hilft enorm, da das Original aus den 80er Jahren stammt und somit für heutige Verhältnisse einfach zu lahm wäre. Jetzt jedoch gibt es rasante, kompromisslose Actionszenen an allen Ecken und Enden, ob Schusswechsel, Verfolgungsjagden oder Explosionen, ständig passiert etwas und alles auf höchstem cineastischen Niveau. Lediglich der Charme der alten Serie wird vermisst, statt Charme versprüht der Film nun Coolness und das nicht zu knapp. Vor allem die beiden Hauptdarsteller wirken so lässig, egal ob durch ihre Handlungsweise oder ihre trockenen Sprüche, dass sogar Arnold Schwarzenegger dagegen wie ein Pfadfinder wirkt. Auch wenn die Action Pause hat passiert etwas, denn die Story weiß manchmal mit intensiven Szenen zu glänzen, vor allem bei der Beziehung der beiden Charaktere Crockett und Tubbs. Das liegt daran, dass beide Schauspieler, sowohl Colin Farrell als auch Jamie Foxx eine hervorragende Leistung abliefern. Die Handlung hat mitunter auch ihre langatmigen Stellen, doch das ist zweitrangig solang alles schnell teuer und wuchtig ist.

Punkte:

Autor: Fabian Ohrner