Inhalt: Japan, 1945. Amerikanische Truppen landen auf der kleinen, japanischen Insel Iwo Jima mitten im Pazifik. Die japanischen Streitkräfte sind in der Unterzahl und dem Feind auch technisch unterlegen. Sie unterstehen den Befehlen von Generalleutnant Tadamichi Kuribayashi (Ken Watanabe). Er kennt die Amerikaner genau, da er selbst einige Jahre in Kalifornien gelebt hat. Die Lage ist jedoch fast aussichtslos. Unter den Soldaten des Kaiserreichs ist auch der Bäcker Saigo (Kazunari Ninomiya), der eher unfreiwillig von seiner Familie getrennt wurde. Und auch der ehemalige Militärpolizist Shimizu (Ryo Kase) wäre lieber in seiner Heimat, als an der Front. Eigentlich möchte niemand in den sicheren Tod laufen, doch die Ehre des japanischen Volkes verbietet es ihnen aufzugeben.
Kritik: Nach „Flags of our Fathers“ wagt Altmeister Clint Eastwood nun einen Perspektivwechsel und erzählt aus der japanischen Sichtweise. Hier erlebt man keine siegessicheren Gestalten, sondern vielmehr ein Volk das sich eigentlich viel lieber ergeben würde und nun Todesängste aussteht. Da sich ein Japaner allerdings lieber umbringen würde als seine Ehre zu verlieren muss gekämpft werden - auch wenn die Chance zu gewinnen praktisch nicht vorhanden ist. Eastwood hat sich für das Drehbuch den erfahrenen und hochgelobten Paul Haggis mit ins Boot geholt und das hat sich auch gelohnt. Zusammen mit Iris Yamashita hat er eine Story aufgebaut, die den Zuschauer fesseln kann. Allerdings muss man sagen, dass die japanische Sprachfassung mit den deutschen Untertiteln auf Dauer eher unangenehm ist. Ein weiterer Negativpunkt ist Clint Eastwoods zu ausführliche Erzähweise, die man allerdings schon von seinen vorangegangenen Werken gewohnt ist. Insgesamt ist „Letters from Iwo Jima“ ein interessantes Werk das einmal nicht, wie sonst gewohnt, die amerikanische Perspektive zeigt.