36 Stunden in L.A.. 36 Stunden im Leben einer Handvoll Menschen, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Und doch führt das Schicksal sie zusammen, lässt ihre Wege kreuzen und wieder auseinander gehen, ihre Leben für kurze Zeit in den gleichen Bahnen laufen. Sie sind Bewohner einer Megacity im ganz normalen Ausnahmezustand, hin
und her gerissen zwischen Angst, Wut und Verzweiflung und der alles überwindenden Kraft der Hoffnung und des Glücks.
Nach dem Drehbuch zu „Million Dollar Baby“ beweist Paul Haggis in seinem Regiedebüt ein weiteres Mal, dass er wunderbar packende Dramen inszenieren kann. Die genial konstruierte Geschichte, die ebenfalls aus der Feder von Paul Haggis stammt, ist fantastisch erzählt und reißt einen von Anfang an mit. Das Schicksal jeder einzelnen Person ist ergreifend, ob nun das einer farbigen Frau die während einer Polizeikontrolle von einem rassistischen Cop unsittlich berührt wird, oder das eines persischen Ladenbesitzers dessen Geschäft total zerstört wird. Alle Menschen werden plötzlich mit dem Rassismus und der Wut konfrontiert, die in L.A. allgegenwärtig sind. Das wird dem Zuschauer vor allem durch die hervorragende schauspielerische Leistung vermittelt. Ein echtes Starensemble ist zusammen gekommen und jeder einzelne geht bis an seine Grenzen. Vor allem Don Cheadle, Terrence Howard und Matt Dillon spielen großartig. Der ganze Film ist emotional so ergreifend wie nur wenige andere und wird von einem tollen und traurigen Soundtrack begleitet. Hier steht die Menschlichkeit im Vordergrund.