Kolumne vom 19.11.2008
Liebe Leser,
während Heather Mills, Exfrau Paul Mc- Cartneys, wenigstens noch zugab, ein sogenannter „Gold digger “ zu sein, macht es Guy Richie anders. Goldgräber sind auf den Geschmack gekommen, was es heißt, mit einem Reichling verheiratet zu sein. Man könnte sie als gefühlskalt, gerissen und geldgeil bezeichnen. Hauptsache der Kontoauszug nach einer Scheidung stimmt, wen kümmert da schon der Gefühlszustand des Expartners! Guy Richie hat das so nie zugegeben, nach einigen Jahren Ehe ist die Scheidung des mäßig erfolgreichen Regisseurs und seiner Kabala-verrückten Madonna ihr letzter gemeinsamer Auftritt. Ich erinnere mich noch, wie die Welt damals ewig über deren Heirat debattierte, vor allem, als Madonna provokativ einen Blazer mit einem glitzernden „Mrs Richie“ auf der Rückseite trug, obwohl sie seinen Namen nicht einmal annahm! Der Wahnsinnsrummel wie bei ihrer Hochzeit hat sich bei ihrer Scheidung nicht wiederholt: in weniger als einem Monat war alles vorbei – Sorgerecht verteilt, fertig. Doch... irgendwie nehme ich Guy die Rolle des sorgenvollen, bescheidenen Vaters nicht ab, dem es nur um das Wohlergehen seiner Kinder geht. Warum fließen dann trotzdem 70 Millionen Pfund an ihn? Er verfügt doch schon über 30 Millionen Pfund? Und warum hat Madonna eigentlich das Ass aller Anwälte in prominenten Scheidungen gewählt, wenn er doch gar nicht hinter ihrem Geld her gewesen sein soll? Viele Fragen bleiben offen und vielleicht ist das gerade der Kick, sonst würde es uns ja nicht so viel Kopfzerbrechen berei - ten und bestimmt nicht so viel Spaß machen, uns darüber auszulassen, anstatt uns um unsere eigenen Beziehungen zu kümmern.
Viele Grüße
Carla Palleis
Autor: Carla Palleis