Kolumne vom 19.08.2006
Liebe Leser,
es ist ja allgemein bekannt, dass Hollywoodstars Unmengen an Geld mit vergleichsweise einfacher oder stressfreier Arbeit verdienen. Doch nun wurde veröffentlicht, dass sich das Studio von Tom Cruise weigert neue Filme mit ihm zu drehen, da seine letzten Kinofilme zu wenig einspielten und er davon zu viel verdiente. Jetzt bleibt dem bisher so erfolgreichen Schauspieler und bekennenden Scientologen nur noch die Möglichkeit neue Verträge mit niedrigeren Gagen auszuhandeln. Dies sollte ihn allerdings nicht allzu schwer treffen, da sein Leben, wie er selber sagt, nun von seiner neu geborenen Tochter Suri und seiner großen Liebe Katie Holmes bereichert und erfüllt wird. Doch kann es wirklich so harmonisch dargestellt werden, wenn eine werdende Mutter bei der Geburt ihres Kindes keinen Laut von sich geben, ihr Neugeborenes eine Woche lang nach der Entbindung nicht sehen und Katie angeblich selbst ihre Eltern bis heute nicht empfangen darf? Seine 32-jährige Ex-Freundin Penélope Cruz, die jüngst öffentlich über sich selbst sagte, sie sehe morgens ohne Make-up aus wie ein wilder Affe, kann das Glück der beiden jedoch verstehen, da sie nach einem persönlichen Besuch von Suri begeistert war. Jüngsten Berichten zufolge hat die spanische Schauspielerin vor, sich im Londoner Stadtteil Belsize Park ein Haus zu kaufen. Sie ist von dieser Ecke der Weltmetropole fasziniert, seit sie dort aus beruflichen Gründen einige Zeit verbrachte und würde sogar das schlechte Wetter in Kauf nehmen, nur um in ihrem Lieblingsstadtteil zu wohnen. Auch für Johnny Depp scheint England ein attraktives Umzugsziel zu sein, denn er hat vor, mit seiner Lebensgefährtin Vanessa Paradis und seinen beiden Kindern Lily- Rose und Jack Frankreich zu verlassen und in den englischen Kurort Bath zu ziehen. Der exzentrische Schauspieler lernte das Städtchen bei seinen Dreharbeiten zu „Chocolat“ kennen und lieben. Die Familie erstand dort bereits ein Haus für 500.000 Pfund und sah sich auch schon nach Schulen für ihre beiden Kinder um. Drehorte scheinen es Depp angetan zu haben, da er sich jüngst auch ein Inseldomizil für 2,3 Millionen Euro auf den Bahamas zulegte. Das Inselfieber brach bei den Dreharbeiten der „Fluch der Karibik“-Reihe aus. Er bleibt also seiner Attitüde in Sachen USA treu., er würde nie wieder dorthin zurückkehren. Für die Paparazzi wird es wohl eine wahre Schatzsuche werden, den Ort für die, nach siebenjähriger Beziehung, in naher Zukunft geplante Hochzeit des Promipaars zu finden. Im allseitigen Umzugsfieber darf natürlich auch Nicolas Cage nicht fehlen, welcher sich diesen Monat ein Schlösschen in Bayern kaufte, worüber sich der Bürgermeister des Örtchens sehr gefreut hat. Nicht zuletzt wegen des regionalen Wirtschaftsaspekts, welchen der Touristenansturm mit sich führen wird. Arnold Schwarzenegger hingegen bringt einen anderen Politiker in die Presse, Tony Blair, den unter kritisierenden Beschuss geratenen Premierminister Großbritanniens. Ihm bietet der Wahl- Californier, bei einem möglichen Amtsrücktritt, eine Rolle in der neusten Fortsetzung der „Terminator“- Reihe an. Eine ganz andere Art von Beschuss mussten kürzlich Jamie Foxx und Collin Farrell erleben, welche bei Dreharbeiten zu „Miami Vice“ von bisher noch unbekannten Tätern gefährdet wurden. Dieser Angriff konnte jedoch von Sicherheitsbeamten zurückgeschlagen werden. Alle blieben unverletzt. Hotelerbin Paris Hilton hat dagegen ganz anderen Kontakt mit Kriminellen, denn sie bekommt regelmäßig Liebesbriefe und Heiratsanträge von Inhaftierten. Bleibt nur die Frage, ob wegen ihres Geldes, Körpers oder etwa auf Grund ihrer Intelligenz? In ihrer typischen Art lässt sie die Briefe von einem eigens dafür eingestellten Team mit einem Foto von sich zurückschicken. Womit man wieder beim Thema „Selbstbewusstsein“, „Selbstüberzeugung“ und Aussehen wäre… Das skandalöse Partygirl hat sich gerade wieder mit dem Reeder-Sohn Stavros Niarchos vertragen und führt nun die so oft gescheiterte Beziehung fort. Eine Chance für die „House of wax“-Darstellerin und den Millionärssohn wäre, dass er ihr zukünftig mehr Liebesbriefe schreibt als Geschenke zu machen, denn das würde bei ihr, nach eigenen Äußerungen, besser ankommen. Zählt für sie am Ende doch das Innere mehr als das das Äußere? Zur Not bleibt ihr immer noch das Kochen, denn sie ist der Meinung, dass sie damit die Männer beeindrucken und „rumkriegen“ kann. Das scheint wohl auch bei Brad Pitt zu funktionieren, jedoch nicht in Verbindung mit Paris. Der 42-jährige, der das Familienleben sehr ernst nimmt, isst zu den Essenszeiten bei den Dreharbeiten zu „Ocean´s Thirteen“ nicht zusammen mit seinen Filmkollegen in dem extra errichteten „Ocean´s Club“, sondern fährt jedes Mal freiwillig auf seinem Motorrad in das 25 Kilometer entfernte Malibu, um bei den beiden adoptierten Kindern Maddox und Sahara und seiner eigenen Tochter Shiloh zu sein. Dort wartet angeblich täglich eine Mahlzeit, die natürlich von Angelina Jolie persönlich zubereitet wurde. Der frisch gebackene Familienvater will, nach Angaben eines Freundes, so viel Zeit wie möglich mit seinen Kindern und Angelina verbringen, er kommuniziert beispielsweise, wenn er nicht die Möglichkeit hat selbst zu erscheinen per Podcast, einem Onlineaufnahmegerät, mit Maddox.. Doch geht es bei „Brangelina“ wirklich so harmonisch zu wie es scheint? Jedenfalls plant das Paar einen Umzug nach LA, um nicht mehr so nah an dem Grundstück von Pitts Ex Jennifer Aniston zu wohnen. Dieses Familienidyll dürfte dieser, trotz der länger zurückliegenden Trennung, missfallen, doch nun wird sich die Partnerin von Vince Vaughn sicherlich freuen, wenn sie hört, dass sie nach einer mathematischen Formel die schönsten Beine Hollywoods hat. Damit hat sie sogar unter anderem ihre Kollegin Jessica Simpson und Sängerin Christina Aguilera aus dem Rennen geworfen. Doch der Forscher, der die Studie durchführte, ist der Meinung, dass die Frauen in Sachen Schönheit viel zu hart mit sich sind, so auch Schauspielerin Gwyneth Paltrow, die sich selbst zu dick findet. Nach der Geburt ihrer zwei Kinder, der zweijährigen Apple und dem fünf Monate alten Moses, klagt sie über ihren außer Form geratenen Bauch und ihre entzündeten Brüste. Um den Schönheitswahn in Hollywood zu bestätigen, überlegt sich die Ehefrau von Coldplay-Sänger Chris Martin nun sich einer Schönheits-OP zu unterziehen. Doch vom allgegenwärtigen Schönheitswahn zu einem Schauspieler mit Herz: der „Mystic River“-Darsteller Sean Penn wohnt derzeit mit seiner Frau Robin Wright Penn und seinen zwei Kindern in einem Wohnwagen aus Blech. Dazu kam es als sein Haus 1993 bis zur Gänze abbrannte, doch es scheint ihm nichts auszumachen, denn er hat nicht vor, sich einen neuen Wohnsitz zuzulegen. Nach seinen Angaben habe der Brand seine Augen für die wichtigen Dinge im Leben geöffnet, er empfand die Situation als befreiend. Doch so reibungslos ist die neue Lebensform nicht, denn sein Wohnwagen steht im Garten seines Anwesens in Malibu, wo mehrere Stars ihre Domizile haben. Nach jüngsten Berichten wird Familie Penn mit Anschuldigungen der Nachbarn konfrontiert, die sich über üblen Geruch beschweren, der scheinbar von ihrem Grundstück kommt. Die ungehaltenen Anwohner vermuten die Ursache bei nicht funktionierenden Abwasseranlagen und äußern sich verständnislos über Penns Lebensstil. Wieder ein Beispiel für die Engstirnigkeit Hollywoods… Doch auch Julia Roberts bekommt Kritik auf Grund ihrer Hygiene, denn die 38-jährige wäscht sich nach einem Besuch bei ihrem Friseur Serge Normant ihre Haare für zwei Wochen nicht, um den besonderen Style so lange wie möglich zu erhalten. Doch nun ist fraglich, warum sich die Oscar- Gewinnerin nicht einen wöchentlichen Friseurtermin leistet… Ist denn jetzt selbst in Starkreisen Geiz „geil“ geworden, wo doch sonst mit Luxus nicht gespart wird? Besonders nicht, wenn sich Celebrities entscheiden zu heiraten, wie zur Zeit Liz Hurley, die sich nun für immer an ihren Freund Arun Nayar binden will. Zu diesem geplanten Ereignis bat sie angeblich ihren Ex Hugh Grant, ihr Trauzeuge zu werden. Daraus soll nach jüngsten Quellen aber nichts werden, denn die aktuelle Freundin Grants (Jemima Khan) hat ihm das wohl aus Eifersucht verboten. Doch nicht die Nebenschauplätze, sondern viel mehr die Filme sollten in Hollywood im Vordergrund stehen, so beendete beispielsweise Ben Affleck die Dreharbeiten zu seinem neuen Streifen „Gone, Baby, Gone“ und bedankte sich bei den Einwohnern Bostons für ihre Geduld und Toleranz. Affleck, der während der Arbeiten mit Ehefrau Jennifer Garner und seiner acht Monate alten Tochter Violet in der Nähe des Harvard Squares wohnte, feiert mit „Gone, Baby; Gone“ sein Debüt als Regisseur. Nicht nur das Filmgeschehen, sondern auch die Fertigstellung der „Harry Potter“-Reihe steht im Spot der Aufmerksamkeit, denn die über alle Maßen erfolgreiche Schriftstellerin J.K. Rowling arbeitet derzeit noch am letzten Band des Fantasy- Abenteuers und deutet an, dass zwei der Hauptfiguren, wohl ganz auf bisherige Art, zu Tode kommen werden. Dieses Urteil bereitet selbst den Bestsellerautoren Stephen King und John Irwing Unbehagen, sie baten Rowling daraufhin Harry zu verschonen und Gnade walten zu lassen. Doch wie im Voraus schon zu ahnen, lässt sich die 40-jährige auf keine Verhandlung ein und verrät außer des letzten Wortes keinerlei ausschlaggebende Details. Die Self- Made- Milliardärin hat 2004 sogar die reichste Frau Großbritanniens, Queen Elisabeth die Zweite, mit ihrem Vermögen überholt, welches die Bücher selber, die Verfilmungen und die unzähligen Fanartikel eingespielt haben. Zu guter Letzt noch eine sehr rührende Nachricht: Michael J. Fox, bei dem die Parkinson-Erkrankung diagnostiziert wurde, spricht öffentlich über die Liebe zu seiner Frau und seinen Kindern. Er erzählt, dass die Krankheit sein Leben sehr verändert und dass sie ihn zu einem besseren Vater gemacht hat. Der Schauspieler verbring nun so viel Zeit wie möglich mit seiner kleinen Familie und liebt seine Frau auch noch nach 18 gemeinsamen Jahren wie am Anfang. Sein herzerwärmendes Liebesgeständnis beinhaltete ebenfalls, dass er mit niemand anderem seine Tage lieber verbringen würde als mit seiner Frau und sie nie missen müssen will. Hoffentlich wird anderen Berühmtheiten nach solchen Worten bewusst, was im Leben wirklich wichtig ist und dass nicht nur Geld, Ruf und Luxus zählen. Aber das ist, was diese Kolumne zeigen soll, nicht immer der Fall. Ausnahmen bestätigen eben die Regel!
Viele Grüße
Veronika Herrmann
Autor: Veronika Herrmann