![]() |
||||
|
|
||||
|
Interview mit Sven Unterwaldt Das Interview wurde geführt von: Daniel Fürg und Fabian Ohrner Sven Unterwaldt über sich und seinen Film "Siegfried" Sie haben ja auch "7 Zwerge - Männer allein im Wald" gedreht, war es daher einfacher für Sie wieder einen ähnlichen Film zu drehen? Naja, eigentlich habe ich ganz neu angefangen weil wir "Siegfried" schon gedreht haben bevor die "7 Zwerge" ins Kino kamen. Als wir mit den Dreharbeiten fertig waren dauerte es noch 4 Monate bis die "7 Zwerge" im Kino starteten. Daher konnten wir damals noch nicht ahnen, dass die "7 Zwerge" so ein großer Erfolg werden. Also "Siegfried" war keinesfalls die Reaktion auf die "7 Zwerge". Sie haben ja in Bratislava gedreht - wie war es mit den Leuten vor Ort? Das war sehr schön - fast wie Klassenfahrt. Es waren 9 verschiedene Nationen am Set. Wir hatten einen Schweinetrainer aus L.A., die Animatronic war aus Australien, der CGI Coordinator war aus England und viele mehr. Das war eine sehr große Völkermischung. Wir hatten sehr viel Spaß. Die meisten kannte ich schon und es war erstaunlich wie reibungslos das ganze ablief. Wie hat das mit den Sprachen funktioniert? Naja, die Setsprache war Englisch. Natürlich können die Slowaken nicht verstehen was unsere Schauspieler gesagte haben, aber es gab eine englische Übersetzung des Buches und somit wusste jeder um was es gegangen ist. Für die slowakischen Komparsen, die kein Englisch konnten, hatte ich einen sehr guten 2. Assistenten der aus der Slowakei kam und das ganze dann immer für mich übersetzt hat. Wie war die Arbeit mit den Schauspielern? Also das Team kann ich nur loben. Es setzte sich zusammen aus Profis, einigen Newcomern und vielen Cameo Auftritten. Und die haben sich alle wunderbar zusammengearbeitet. Haben Sie eine Lieblingsszene im Film? Das ist schwer. Man denkt, dass man eine Lieblingsszene hat. Aber das ändert sich eigentlich jede Woche. Eine meiner Lieblingsszene ist auf jeden Fall die bei der Siegfried in das Gemach von Kriemhield hineinklettert. Aber auch die Szene wo Siegfried das erste Mal ins Schloß gehen möchte. Es gibt sehr viele Szenen die ich sehr gerne mag. Sie haben ja auch schon sehr viele TV- Filme gedreht - wo sind da die Unterschiede und was macht mehr Spaß? Kino macht natürlich immer am meisten Spaß, obwohl ich schon viele TV- Serien sehr gerne gemacht habe. Die Unterschiede liegen vor allem im Budget und der Zeit. Beim Fernsehen muss man am Tag dreimal so viel drehen wie im Kino da man die Zeit einfach nicht hat und man hat ein viel kleineres Team, außerdem kann man auch viel weniger Effekte einbauen. Und man dreht natürlich auch ganz anders wenn man für einen kleinen Bildschirm dreht. Im Kino ist Leben im Bild, da gibt es viele Komparsen die im Hintergrund etwas machen und das hat man im Fernsehen zum Beispiel nicht. Aber Serien wie "Berlin, Berlin" haben mir sehr viel Spaß gemacht. Es ist einfach eine ganz andere Arbeit. Wie würden Sie den Film in einem Satz beschreiben? In einem Satz? Eine objektive, lebensbejahte, positive Richtigstellung der Nibelungen Sage, die wir in der Schule immer als sehr dunkel und grausam empfunden haben. Sie haben in diesem Film sehr viel mit Computer Techik gearbeitet. Es gibt ja auch viele Regisseure die das nicht gerne machen. Arbeiten Sie gerne damit? Ich bin sehr dankbar, dass es die CGI Technik gibt. Ganz einfach weil man viel mehr Möglichkeiten hat. Aber man muss aufpassen, dass man nicht zu es muss für den Zuschauer immer realistisch bleiben. Zum Beispiel waren in den ersten 22 Minuten von "Siegfried" ca. 35 CGIs aber man hat glaube ich keinen einzigen gesehen. Also man ahnt vielleicht wo sie sind aber sehr oft sind sie auch bei ganz harmlosen Dingen bei denen man es nicht vermutet. Der Computer soll ja nur die Handlung unterstützen, sollte helfen etwas zu erzählen. Also ich finde, dass der Computer eine sehr große Hilfe ist. Vielen Dank für das Interview! |
||||