Interview mit Bernd Eichinger    
 
Das Gespräch wurde geführt von: Sven März
   
Thema: Bernd Eichinger spricht über seine Produktion
"Das Parfum"
 

Wann haben Sie das Buch zum ersten Mal gelesen?

Direkt nach dem Erscheinen, Mitte der 80er Jahre. Ich wollte mir damals sofort die Rechte sichern und dachte, dass das nicht allzu schwer werden würde da Patrick Süßkind ein Freund von mir ist. Aber er wollte die Rechte zu diesem Zeitpunkt nicht verkaufen.

Was für ein Mensch ist Patrick Süßkind?


Er ist ein sehr angenehmer Zeitgenosse der etwas anders als andere Menschen ist aber außergewöhnlich talentiert ist.

Wann haben Sie ihn das letzte Mal getroffen?

Das ist ein schon paar Monate her.

Haben Sie von ihm eine Reaktion auf den Film bekommen?


Nein, er hat den Film ja noch gar nicht gesehen.

War es schwer an die Rechte zu kommen?

Wie gesagt, Patrick wollte anfangs nicht verkaufen. Das lag nicht an mir sondern er hat es einfach nicht abgeben wollen. Im Jahr 2000 habe ich noch einmal beim Verlag angefragt und da Mal nannte man mir eine Summe und ich akzeptierte.

Dieser Film ist Ihr Baby, oder?

Jeder Film ist mein Baby.

Dieser besonders?


Nein, eigentlich nicht. Es ist einer der wichtigen Filme. Wenn man an einem Projekt arbeitet dann ist dieses automatisch das momentan wichtigste Projekt.

Warum haben Sie sich für Tom Tykwer als Regisseur entschieden?

Da er eine sehr ausgeprägte künstlerische und innovative Ader besitzt und auch ein sehr gutes Verständnis von Kino hat. Als wir dann zusammen das Script geschrieben haben wurde mir immer klarer, dass er der richtige ist.

Wie konnten Sie Dustin Hofmann für dieses Projekt begeistern?


Er war von Anfang an mit dabei. Als er gehört hat, dass Tom und Ich an diesem Film arbeiten hat er sofort fest zugesagt. Das lag daran, dass er Tom seit langem kennt da er sich regelrecht in „Lola rennt“ verliebt und auch ein TV- Projekt von mir aus den 80er Jahren fand seine Anerkennung.

Gibt es bei Ihnen ein Ritual, dass Sie durchführen wenn ein Film fertig ist?

Nein, meistens ist man dann gedanklich schon im nächsten Projekt. Tom und Ich haben uns drei Tage davor an einem See in Österreich vergnügt und sind baden gegangen.

Hat der Film Ihre Sinne geschärft?

Jeder Film eröffnet einem neue Sachgebiete wo man etwas Neues dazulernt. Aber da ich schon ein sehr sinnlicher Mensch bin wurde das nicht gesteigert.

Haben Sie schon ein neues Projekt?

Ja, das ist die Verfilmung des Buches „Der Baader Meinhof Komplex“ zusammen mit Stefan Aust.

Vielen Dank für das Interview!

 
 
 


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