Filmtest September - Ich, Du und der Andere

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Inhalt:
Altes Leben trifft neues. Menschen verändern sich über die Jahre und irgendwann wird man mit Vergangenheit und Gegenwart konfrontiert. Dann will man niemanden verletzen, geschweige denn, vor den Kopf stoßen. Das passiert Carl (Matt Dillon). Er will gerade seine Freundin Molly (Kate Hudson) heiraten, da taucht sein bester Freund aus früheren Tagen auf. Dupree (Owen Wilson), die Reinkarnation eines Weltenbummlers und kindgebliebenen Spaßmachers. Hingegen aller Erwartungen geht die Hochzeit trotz seines Auftauchens recht glatt. Das frisch getraute Paar kehrt alsbald ins eigene Heim zurück. Alles läuft gut. Carl, der in der Firma von Mollys Vater arbeitet, wird befördert und beide freuen sich auf ihr Dasein als frisch verheiratetes Paar. Alles läuft perfekt….zumindest bis zu diesem Zeitpunkt. Nun taucht Dupree wieder auf. Er hat seinen Job und damit seine Wohnung verloren. Carl überredet ihn, unter anderem wegen der so langjährigen Freundschaft, bei ihm und Molly einzuziehen. Damit wird die so frische Ehe auf eine harte Probe gestellt. Denn Dupree lebt weiter als liebenswerter Nichtsnutz, ja wird sogar Mollys bester Freund. Das treibt einen Keil zwischen Carl und seine Frau. Hinzu kommen noch die offenen Anfeindungen von Mollys Dad und der Arbeitsstress, die Carl zum ungenießbaren Paranoiafall machen.

Kritik:
“You, me and Dupree” ist eine sehr gelungene und herzerfrischende Komödie. Ein Lacher jagt den nächsten. Owen Wilson verkörpert die Rolle des liebenswürdigen chaotischen Untermieters so gut, wie es wohl kaum ein anderer gekonnt hätte. Er schafft es mit seiner Liebenswürdigkeit, die übrigens von Carl immer falsch interpretiert wird, und seiner Energie jede Situation lustig und gleichzeitig schieflaufend zu gestallten. Auch Kate Hudson spielt ihre Rolle der Ehefrau,die plötzlich mit einem überwiegenden Männerhaushalt konfrontierte wird, äußerst glaubwürdig und nachvollziehbar. Matt Dillon ergänzt das Trio noch mit einem definitiv amerikanisch angehauchten Charaktere, dem alles über den Kopf wächst und der sich auf die wichtigen Dinge besinnen muss. Wenn sie einen Film wollen, in dem die Klischees der Ehe auf amüsante Weise auf die Schippe genommen werden, dann sind sie hier richtig. Vom Mann, der Pornos in seiner Campingausrüstung versteckt hat, bis zum contra eingestellten Schwiegervater hat dieser Film alles, was eine Parodie zu diesem Thema braucht. Ein Film, der sich natürlich nicht mit Werken wie „A Beautiful Mind“ , oder Aviator messen kann, aber nach Komödiemaßstäben grandios ist.

Punkte:

Autor: Sven März