Inhalt: Der zwölfjährige Max (Manuel Steitz) lebt mit seinem Vater, dem Apotheker Herr Sternheim (August Zirner) alleine auf dem Land. Sternheim verdient sein Geld als Apotheker in der Apotheke die schon sein Großvater gegründet hat. Selbiger galt seinerzeit als Genie auf dem Gebiet der medizinischen Forschung. Aus dessen Hinterlassenschaften erhält Sternheim von einer Freundin des Großvaters eine Flasche mit mysteriösem Inhalt. Ein Wunderdünger soll es sein und so wird das Mittel sofort ausprobiert. Da die Nebenwirkungen bei Pflanzen jedoch fatal sind verräumt Sternheim die Flasche mit der violetten Flüssigkeit schnell in den Keller. Als Max dort mit seinem neuen Hund Bello spielt fällt die Flasche auf den Boden und zerbricht. Bello trinkt die ausgetretene Flüssigkeit und verwandelt sich in einen Menschen (Armin Rohde), der sich mächtig freut endlich ein solcher geworden zu sein. Das Choas nimmt seinen Lauf und dann ist da auch noch Frau Lichtblau die Max' verwitweten Vater gewaltig den Kopf verdreht hat...
Kritik: Ben Verbong ist ein wahrer Spezialist wenn es um das inszenieren von Kinderfilmen geht. Oft arbeitet er hier auch mit bekannten Schauspielern zusammen und schafft es diese in Figuren zu packen, die bei anderen oft nur lächerlich wirken würden. Dieses Können hat er zum Beispiel auch schon bei „Es ist ein Elch entsprungen“ bewiesen als er Mario Adorf zum Weihnachtsmann machte und ihn dabei trotzdem als ernstzunehmenden Schauspieler darstellte. Nun heißt der Schauspieler Armin Rohde und die Figur ist ein Hund oder besser gesagt ein Mensch der früher einmal ein Hund war. Die Geschichte stammt aus der Feder des Dreamteams für Kinderfilmdrehbücher Paul Maar und Ulrich Limmer, deren Arbeit man schon bei den „Sams“-Filmen kennenlernte. Somit verbindet „Herr Bello“ die Namen Rohde, Verbong, Maar, Limmer und schafft damit ein Qualitätssiegel bei dem man sich überhaupt keine Sorgen mehr machen muss. Das Ergebnis ist absolut kindertauglich und bietet ein wunderbares Kinderfilmerlebnis ganz ohne moderne Kinkerlitzchen. Ein klassischer Film für Kinder eben und das ist auch gut so. Um es mit Paul Maars Worten zu sagen: „Diesen Film wird man sich auch noch in 20 Jahren ansehen können und er wird nicht anders wirken als heute.“