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Modified: Dienstag, 27. Dezember 2005

Filmtest September - Grenzverkehr

Wong (Andreas Buntscheck), Schilcher (Ferdinand Schmidt-Modrow) und Hunter (Joseph M'Barek) sind 16 Jahre alt, leben in Niederbayern auf dem Land und haben es noch nie getan. Die Mädchen haben eben viel mehr Interesse an den großen Jungs aus der motorisierten, spurverbreiterten Klasse, da können Mofafahrer nicht mithalten. Da ihre Bemühungen stets nach hinten losgehen, bleibt schließlich nur eine letzte Option offen: käufliche Liebe. Also: ab über die Grenze nach Tschechien. Im Bordell verliert zwar einer seine Jungfräulichkeit, doch eigentlich wartet das Erwachsenwerden: zwischen kindischen Entscheidungen, ungelenken Vorgehensweisen, infantilen Lügen und dem beginnendem Verständnis dafür, dass Frauen keine Ware sind, schwanken die drei Jungs einem denkwürdigen Ereignis entgegen – der Geburt eines Kindes vor ihren Augen. Bleibt noch zu klären, wie man ohne Klamotten, Pässe, fahrbaren Untersatz und mit einer resoluten jungen Frau (Henriette Richter-Röhl) am Hals aus einem tschechischen Puff wieder nach Hause kommt – und das alles seinen Eltern erklärt ...


Bewertung (von Fabian):

Stefan Betz liefert mit Grenzverkehr eine wirklich originelle Komödie. Hierbei wurde die Geschichte um ein paar Jungs die ihr erstes Mal erleben wollen in ein spritziges neues Kostüm verpackt. Die Geschichte lebt aber vor allem von dem bayrischen Dialekt und den Dialogen zwischen den drei Freunden. Die ziemlich jungen Schauspieler bieten eine solide Leistung, aber einzig dem Hauptdarsteller, Andreas Buntscheck, nimmt man wirklich ab, dass er aus einer Kleinstadt in Niederbayern stammt. Oliver Korittke und Götz Otto wirken von ihren Rollen unterfordert und manchmal wirkt ihre Darstellung zweier tschechischer Zuhälter sogar fast lächerlich. Leider weißt die Story an manchen Stellen Längen auf und auch die Gags zünden nicht immer.

Punkte (von Fabian):