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Modified: Sonntag, 12. Februar 2006

Filmtest November - Get rich or die tryin'

Marcus‘ Leben (gespielt von Curtis ‚50 Cent‘ Jackson himself) ist in drei Worten erzählt: Crack, Guns, Geld. Was ihn auf die schiefe Bahn brachte? Vielleicht der Tod seiner Mutter, vielleicht auch die Angst davor, als Rapper zu scheitern. Denn schon immer spürte Marcus dieses Kribbeln, wenn es um Musik ging. In der Realität allerdings kennt er nur den Beat der Straße. Mehr Drogen, mehr Geld, mehr Risiko - der Rhythmus seines Lebens droht immer mehr aus dem Takt zu geraten. Wären da nicht seine Texte, die er aufschreibt - er würde den Verstand verlieren. Als ihn nach Jahren ein tragischer Unfall beinahe das Leben kostet, beschließt er, dieser Hölle, die sein Leben war, den Rücken zu kehren. Er wird der Künstler, der er schon immer sein wollte.



Bewertung (von Fabian):

Nachdem bereits Eminem mit „8 Mile“ seine Lebensgeschichte verfilmte, versucht sich nun auch Rapper Kollege 50 Cent als Schauspieler, mit allerdings eher mäßigem Erfolg. „Get rich or die tryin’“ ist eine gelungene Mischung aus Drama und Gangsterfilm, der es stets schafft beide Teile glaubhaft zu verbinden. Die raue Ghetto Atmosphäre wird besonders durch den grandiosen Soundtrack, natürlich von 50 Cent selbst verfasst, und die guten schauspielerischen Leistungen erschaffen. Allerdings macht Curtis Jackson alias 50 Cent, im Gegensatz zu seinem Kollegen Terrence Howard, eine eher schlechte Figur als Schauspieler und sollte auch in Zukunft bei seiner Musik bleiben. Trotz der äußerst mitreißenden Story baut der Film zu wenig Spannung auf und schafft es so nur selten wirklich zu fesseln. Das gelingt ihm umso mehr bei den dramatischen Momenten, die einen wesentlichen Teil des Films ausmachen. Ein weiterer positiver Aspekt des Films ist, dass er trotz seines harten Hintergrunds nie übermäßig brutal wird, bis auf eine Stelle, in der sich jemand als Zahnarzt mit einer Rohrzange versucht. Abschließend bleibt zu sagen, dass jeder der 50 Cent mag auch den Film mögen wird, für alle anderen ist dies wahrscheinlich nicht mehr als Durchschnitt.

Punkte (von Fabian): 

Punkte (von Fritz):