Filmtest Juli - Fluch der Karibik 2

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Inhalt:
Weil sie in „Fluch der Karibik 1“ dem Piraten Jack Sparrow (Johnny Depp) aus der Klemme halfen, werden William Turner (Orlando Bloom) und seine Verlobte Elizabeth (Keira Knightley) nun von der britischen Regierung gefangen genommen. Im Austausch gegen ihr beider Leben verspricht Will, Jacks mysteriösen Kompass zu beschaffen und macht sich auch gleich auf die Suche nach seinem alten Kameraden. Als er ihn findet erfährt er, dass dieser seine eigenen Probleme hat, den Jack hat dem gefürchteten Davy Jones (Bill Nighy) seine Seele verpfändet. Um Jack von diesem Fluch zu befreien stürzen sich beide in ein halsbrecherisches Abenteuer, bei dem sie nicht nur einmal dem Tod ins Auge blicken müssen.

Kritik:
Der Name Walt Disney steht seit jeher für besonders bunte, fröhliche und vor allem kindertaugliche Familienunterhaltung. Doch ausgerechnet Disneys neuer Blockbuster „Fluch der Karibik 2“ schickt sich an, mit dieser Tradition zu brechen, denn hier wurden eine ganze Reihe von düster und bedrohlich wirkenden Szenen in den Film eingebaut hat. Angefangen bei Davy Jones und seinen Gefolgsleuten, allesamt finstere, menschenähnliche Meereskreaturen, bis hin zu der teilweise sehr beängstigenden Stimmung, vieles wurde sehr dunkel gehalten. Und dennoch ist auch der zweite Teil der Piratensaga wieder eine waschechte Komödie und das ist vor allem auf einen Mann zurückzuführen: Johnny Depp. Denn sein urkomischer und leicht verwirrter Charakter beschert dem Film nahezu alle lustigen Momente und es ist ein wahrer Hochgenuss ihm dabei zuzuschauen. Schon alleine die Art mit der Depp diese Figur verkörpert ist äußerst amüsant, dezent wankend, mit einem beschwingt femininen Hauch und dazu das betrunkene Lallen in der Stimme. Und diesem Johnny Depp ist es auch zu verdanken, dass sich „Fluch der Karibik 2“ vom Einheitsbrei der in Hollywood üblichen Popcornkino-Produktionen abhebt. Zwar hat der Film eine Menge Action in Form von Seeschlachten, Säbelduellen und Schlägereien vorzuweisen, um aber den Zuschauer wirklich zu fesseln reicht das nicht. Auch die anderen Schauspieler wie etwa Keira Knightley oder Orlando Bloom spielen durch die Bank solide, aber eben nicht herausragend. Einzig die musikalische Untermalung von Hans Zimmer ist auf gewohnt hohem Niveau. Trotz alledem wird auch dieser Film wieder Millionen Leute ins Kino locken und somit geht zumindest die Erfolgsstrategie von Disney auf.

Punkte:

Autor: Fabian Ohrner