Inhalt: Weil sie in „Fluch der Karibik 1“ dem Piraten
Jack Sparrow (Johnny Depp) aus der Klemme
halfen, werden William Turner (Orlando
Bloom) und seine Verlobte Elizabeth (Keira
Knightley) nun von der britischen Regierung
gefangen genommen. Im Austausch gegen
ihr beider Leben verspricht Will, Jacks mysteriösen
Kompass zu beschaffen und macht
sich auch gleich auf die Suche nach seinem
alten Kameraden. Als er ihn findet erfährt er,
dass dieser seine eigenen Probleme hat, den
Jack hat dem gefürchteten Davy Jones (Bill
Nighy) seine Seele verpfändet. Um Jack von
diesem Fluch zu befreien stürzen sich beide
in ein halsbrecherisches Abenteuer, bei dem
sie nicht nur einmal dem Tod ins Auge blicken
müssen.
Kritik: Der Name Walt Disney steht seit jeher für besonders
bunte, fröhliche und vor allem kindertaugliche
Familienunterhaltung. Doch ausgerechnet
Disneys neuer Blockbuster „Fluch der
Karibik 2“ schickt sich an, mit dieser Tradition
zu brechen, denn hier wurden eine ganze Reihe
von düster und bedrohlich wirkenden Szenen
in den Film eingebaut hat. Angefangen bei
Davy Jones und seinen Gefolgsleuten, allesamt
finstere, menschenähnliche Meereskreaturen,
bis hin zu der teilweise sehr beängstigenden
Stimmung, vieles wurde sehr dunkel gehalten.
Und dennoch ist auch der zweite Teil der Piratensaga
wieder eine waschechte Komödie und
das ist vor allem auf einen Mann zurückzuführen:
Johnny Depp. Denn sein urkomischer und
leicht verwirrter Charakter beschert dem Film
nahezu alle lustigen Momente und es ist ein
wahrer Hochgenuss ihm dabei zuzuschauen.
Schon alleine die Art mit der Depp diese
Figur verkörpert ist äußerst amüsant, dezent
wankend, mit einem beschwingt femininen
Hauch und dazu das betrunkene Lallen in der
Stimme. Und diesem Johnny Depp ist es auch
zu verdanken, dass sich „Fluch der Karibik 2“
vom Einheitsbrei der in Hollywood üblichen
Popcornkino-Produktionen abhebt. Zwar hat
der Film eine Menge Action in Form von Seeschlachten,
Säbelduellen und Schlägereien
vorzuweisen, um aber den Zuschauer wirklich
zu fesseln reicht das nicht. Auch die anderen
Schauspieler wie etwa Keira Knightley oder
Orlando Bloom spielen durch die Bank solide,
aber eben nicht herausragend. Einzig die
musikalische Untermalung von Hans Zimmer
ist auf gewohnt hohem Niveau. Trotz alledem
wird auch dieser Film wieder Millionen Leute
ins Kino locken und somit geht zumindest die
Erfolgsstrategie von Disney auf.