Inhalt: Armin weiß nicht so recht was er mit seiner Zeit
anfangen soll. Er sitzt stundenlang vor dem
Computer und lebt dort auch seine sexuellen
Phantasien aus. Er hat vor kurzem seine Mittlere
Reife geschafft und versucht sich seitdem
im Schreiben von Bewerbungen. Allerdings
kommt er bei den darauf folgenden Bewerbungsgesprächen
meist nicht sonderlich weit.
Auch in der Liebe hat er nicht viel Erfolg - seine
Angebetete Katja hat nicht viel für ihn übrig.
Langsam langweilt in das Vorstadtleben und
als er eines Nachts einen Unfall beobachtet,
bei dem der Fahrer eines Autos stirbt, kommt
er auf die irrsinnige Idee einen Bekennerbrief
zu schreiben. In diesem Brief lässt er den Unfall
wie ein Attentat aussehen und irgendwie
findet er Gefallen an der Aufmerksamkeit die
dem „mysteriösen“ Bekenner auf einmal Zuteil
wird.
Kritik: Christoph Hochhäusler versteht es wirklich alltägliche
Geschichten zu erzählen ohne, dass
man sich dabei langweilt. Natürlich ist so ein
Bekenner- Schreiben nichts alltägliches, doch
es spiegelt den Durst nach Aufmerksamkeit
den die meisten Jugendlichen haben sehr gut
wieder. Die Situation in der Armin steckt kann
wahrscheinlich so ziemlich jeder 18- Jährige
nachvollziehen. Es gibt keine freien Stellen
und somit muss man wirklich etwas tun um in
irgendeiner Weise einen Job zu bekommen.
Die Geschichte ist streckenweise, vor allem
bei den Bewerbungsgesprächen, äußerst
amüsant, doch man muss sich immer klar machen,
dass sehr viele täglich ähnliche Situationen
bewältigen müssen. Die Leistung von
Constantin von Jascheroff ist nahezu perfekt.
Er setzt die Situationen sehr gekonnt um und
das ist bei diesen teilweise doch sehr komplizierten
Stimmungslagen seiner Figur wirklich
bemerkenswert.