Filmtest April - Falscher Bekenner

Direkt zu: Inhalt - Kritik - Punkte

Inhalt:
Armin weiß nicht so recht was er mit seiner Zeit anfangen soll. Er sitzt stundenlang vor dem Computer und lebt dort auch seine sexuellen Phantasien aus. Er hat vor kurzem seine Mittlere Reife geschafft und versucht sich seitdem im Schreiben von Bewerbungen. Allerdings kommt er bei den darauf folgenden Bewerbungsgesprächen meist nicht sonderlich weit. Auch in der Liebe hat er nicht viel Erfolg - seine Angebetete Katja hat nicht viel für ihn übrig. Langsam langweilt in das Vorstadtleben und als er eines Nachts einen Unfall beobachtet, bei dem der Fahrer eines Autos stirbt, kommt er auf die irrsinnige Idee einen Bekennerbrief zu schreiben. In diesem Brief lässt er den Unfall wie ein Attentat aussehen und irgendwie findet er Gefallen an der Aufmerksamkeit die dem „mysteriösen“ Bekenner auf einmal Zuteil wird.

Kritik:
Christoph Hochhäusler versteht es wirklich alltägliche Geschichten zu erzählen ohne, dass man sich dabei langweilt. Natürlich ist so ein Bekenner- Schreiben nichts alltägliches, doch es spiegelt den Durst nach Aufmerksamkeit den die meisten Jugendlichen haben sehr gut wieder. Die Situation in der Armin steckt kann wahrscheinlich so ziemlich jeder 18- Jährige nachvollziehen. Es gibt keine freien Stellen und somit muss man wirklich etwas tun um in irgendeiner Weise einen Job zu bekommen. Die Geschichte ist streckenweise, vor allem bei den Bewerbungsgesprächen, äußerst amüsant, doch man muss sich immer klar machen, dass sehr viele täglich ähnliche Situationen bewältigen müssen. Die Leistung von Constantin von Jascheroff ist nahezu perfekt. Er setzt die Situationen sehr gekonnt um und das ist bei diesen teilweise doch sehr komplizierten Stimmungslagen seiner Figur wirklich bemerkenswert.

Punkte:

Autor: Daniel Fürg