Filmtest Juli - Evan Allmächtig

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Inhalt:
Bei Familie Baxter scheint im Moment alles perfekt zu laufen. Vater Evan (Steve Carell), der bisher sehr erfolgreich als Nachrichtensprecher arbeitete wurde nun in den Kongress gewählt um dort seinen Staat zu vertreten. Für die Familie bedeutet das einen Umzug und von dieser Sache sind anfangs vor allem die Kinder alles andere als begeistert. Als sie dann jedoch das neue, überdimensionale Haus sehen verfliegt diese Unlust sehr schnell. Wie gesagt, alles läuft perfekt, bis, ja bis Evan mit Gott spricht. Dieser erscheint im höchstpersönlich und hat ihm sogar einige Geschenke in den Vorgarten gestellt. So zum Beispiel eine riesige Holztruhe mit altertümlichen Gerätschaften. Sein Auftrag hört sich recht kurios an, denn er beinhaltet den Bau einer Arche wie einst Noah sie bauen musste um die Geschöpfe Gottes vor der großen Flut zu schützen. Evan beachtet diese Botschaft zunächste nicht und versucht ganz normal weiterzuarbeiten. Als ihm dann jedoch plötzlich alle möglichen Tierarten auf Schritt und Tritt hinterherlaufen, sein Bart unaufhörlich wächst und Gott schließlich nur noch die Originalkleidung von Noah akzeptiert ist für Evan ein normales Leben nicht mehr möglich. So kommt es, dass er sich zum Entsetzen und gleichermaßen zur Belustigung der gesamten Bevölkerung an den Bau der Arche macht. Das Chaos ist perfekt und als sich im Vorgarten der Baxters schließlich selbst die exotischsten Tierarten einfinden erklärt man den inzwischen stark ergrauten Mann endgültig für verrückt. Aber kann es vielleicht sein, dass er mit seiner Flut-Prognose für den 22. September doch nicht so falsch liegt?

Kritik:
Und der Herr sprach zu Noah: Geh in die Arche, du und dein ganzes Haus; denn dich habe ich gerecht erfunden vor mir zu dieser Zeit. Von allen reinen Tieren nimm zu dir je sieben, das Männchen und sein Weibchen, von den unreinen Tieren aber je ein Paar, das Männchen und sein Weibchen. Desgleichen von den Vögeln unter dem Himmel je sieben, das Männchen und sein Weibchen, um das Leben zu erhalten auf dem ganzen Erdboden. Denn von heute an in sieben Tagen will ich regnen lassen auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte und vertilgen von dem Erdboden alles Lebendige, das ich gemacht habe. Und Noah tat alles, was ihm der Herr gebot. Nun ganz so freiwillig wie der biblische Noah möchte Evan diese Aufgabe nicht erledigen. Selbstverständlich erklärt sich ein Mensch der heutigen Zeit eher selbst für komplett verrückt bevor er tatsächlich an die Erscheinung Gottes vor der Haustür glaubt. Humor-Experte Tom Shadyac hat auch hier wie schon bei „Bruce Allmächtig“ die Regiearbeit übernommen und zeigt erneut sein großes Talent für Kino-Komödien. Nach Filmen wie „Der Dummschwätzer“ oder „Der verrückte Professor“ ist er inzwischen sogar schon fast ein Garant für amüsante Filmprojekte geworden. Er enttäuscht sein Publikum auch bei diesem Film in keinster Weise. Dieser Film ist ganz nach dem Shadyac-Standard gedreht und unterhält den Zuschauer gekonnt, wenn auch recht anspruchslos und seicht. Hier kommt man in den Genuss eines leichten Filmes, der den Zuschauer unterhält ohne, dass sich dieser den Kopf über die Gags zerbrechen muss. Das ist recht vorteilhaft wenn man sich bei hochsommerlichen Temperaturen mit einem kühlen Getränk und einer Portion Popcorn im vollklimatisierten Kino entspannen möchte und somit kann man „Evan Allmächtig“ als nahezu perfekte Sommerkomödie beschreiben. Auch Steve Carell hat seine Arbeit gründlich erledigt und macht in diesem Film zahlreiche Verwandlungen durch, die er sehr gut zu meistern weiß. Ähnliches gilt auch für den Rest der Schauspieler, die jedoch keine anspruchsvollen Rollen zu verkörpern hatten. Besonders hervorheben muss man jedoch Morgan Freeman, dem man die Gottesrolle ohne Zweifel abkauft. Man hätte hier vermutlich keinen besseren Ersatz für diese Rolle finden können.

Punkte:

Autor: Daniel Fürg