Inhalt: Vor 2000 Jahren musste Joseph (Oscar Isaac)
mit seiner schwangeren Frau Maria (Keisha
Castle-Hughes) die 150 km lange Reise von
Nazareth in seine Geburtsstadt Bethlehem
antreten um dort an einer, von König Herodes
angeordneten, Volkszählung teilzunehmen.
Maria trägt kein gewöhnliches
Kind in sich denn es ist das Kind Gottes. Sie
ist im neunten Monat schwanger und muss
nun diese beschwerliche Reise antreten. Als
sie in Bethlehem ankommen erblickt Jesus
das Licht der Welt.
Kritik: „Es begab sich aber zu der Zeit...“ ist eigentlich
ein klassischer Bibelfilm. Das macht sich
leider auch in der qualitativen Umsetzung
bemerkbar. Leider wirkt hier alles ein klein
wenig wie ein großes Grippenspiel. Man
hat zwar versucht sich Mühe zu geben doch
irgendwie kommt man von diesem Image
nicht weg. Die Schauspieler Oscar Isaac und
Keisha Castle-Hughes spielen jedoch sehr
gut und können den Film so noch retten.
Auch der Soundtrack ist wirklich sehr treffend
von Mychael Danna komponiert worden
den man bisher aus Filmen wie
„Capote“ kennt. Für jüngere Zuschauer ist
dieser Film ein wunderbares Weihnachtserlebnis,
das die Geschichte einmal in Bildern
erzählt, doch für Erwachsene die die
Geschichte schon auswendig nachsprechen
können ist dieser Film kein wirkliches Highlight
und deshalb fragt man sich für welche
Zielgruppe dieses Werk gedacht war. Sich an
ein solches Projekt heranzuwagen ist wirklich
mutig und aus diesem Grund hat Regisseurin
Catherine Hardwicke auch Respekt verdient.
Man kann nicht sagen, dass „Es begab sich
aber zu der Zeit...“ ein schlechter Film ist.
Wenn man sich die Geschichte einfach einmal
in Bildern ansehen möchte ist man
hier sicherlich gut aufgehoben. Wenn man
sich einfach in Weihnachtsstimmung versetzen
möchte sicherlich auch. Und wenn man
ganz einfach unterhalten werden möchte
dann auch. Wenn man allerdings eine
großartige cineastische Leistung erwartet
wird man enttäuscht und das ist doch recht
schade da man aus dem Thema mehr hätte
machen können.