Filmtest November - Es begab sich aber zu der Zeit
Vor 2000 Jahren musste Joseph (Oscar Isaac) mit seiner schwangeren Frau Maria (Keisha Castle-Hughes) die 150 km lange Reise von Nazareth in seine Geburtsstadt Bethlehem antreten um dort an einer, von König Herodes angeordneten, Volkszählung teilzunehmen. Maria trägt kein gewöhnliches Kind in sich denn es ist das Kind Gottes. Sie ist im neunten Monat schwanger und muss nun diese beschwerliche Reise antreten. Als sie in Bethlehem ankommen erblickt Jesus das Licht der Welt.
„Es begab sich aber zu der Zeit...“ ist eigentlich ein klassischer Bibelfilm. Das macht sich leider auch in der qualitativen Umsetzung bemerkbar. Leider wirkt hier alles ein klein wenig wie ein großes Grippenspiel. Man hat zwar versucht sich Mühe zu geben doch irgendwie kommt man von diesem Image nicht weg. Die Schauspieler Oscar Isaac und Keisha Castle-Hughes spielen jedoch sehr gut und können den Film so noch retten. Auch der Soundtrack ist wirklich sehr treffend von Mychael Danna komponiert worden den man bisher aus Filmen wie
„Capote“ kennt. Für jüngere Zuschauer ist dieser Film ein wunderbares Weihnachtserlebnis, das die Geschichte einmal in Bildern erzählt, doch für Erwachsene die die Geschichte schon auswendig nachsprechen können ist dieser Film kein wirkliches Highlight und deshalb fragt man sich für welche Zielgruppe dieses Werk gedacht war. Sich an ein solches Projekt heranzuwagen ist wirklich mutig und aus diesem Grund hat Regisseurin Catherine Hardwicke auch Respekt verdient. Man kann nicht sagen, dass „Es begab sich aber zu der Zeit...“ ein schlechter Film ist. Wenn man sich die Geschichte einfach einmal in Bildern ansehen möchte ist man hier sicherlich gut aufgehoben. Wenn man sich einfach in Weihnachtsstimmung versetzen möchte sicherlich auch. Und wenn man ganz einfach unterhalten werden möchte dann auch. Wenn man allerdings eine großartige cineastische Leistung erwartet wird man enttäuscht und das ist doch recht schade da man aus dem Thema mehr hätte machen können.