Filmtest August - Die Mumie 3

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Inhalt:
Das Archäologen-Ehepaar Rick (Brenan Fraser) und Evelyn O‘Connell (Maria Bello) hat sich eigentlich vorgenommen keine Abenteuer mehr zu bestreiten, aber so wirklich damit abfinden möchten sie sich nicht, denn so ganz ohne Mumien ist das Leben schon langweilig. Da kommt der Besuch eines Vertreters der britischen Regierung gerade recht. Er möchte, dass die O‘Connells einen wertvollen Edelstein nach Shanghai bringen und, da dort auch Evelyns Bruder Jonathan (John Hannah) lebt, willigen die beiden ein. In China angekommen treffen sie schon bald auf jemanden, den sie dort eigentlich nicht erwartet hätten: ihren Sohn Alex (Luke Ford), der dort - zur großen Verwunderung seiner Eltern - Ausgrabungen am Grabmal des großen Drachenkaisers (Jet Li) leitet. Der Kaiser wurde vor mehr als 2000 Jahren von Zi Yuan (Michelle Yeoh) verflucht und mit seiner gesamten Armee versteinert. Kaum hat sich die Familie begrüßt findet sie sich in einer großen Verschwörung wieder, denn General Yang (Anthony Wong Chau-Sang) möchte den Fluch brechen, um den Kaiser wiederzubeleben. Als ihm das schließlich auch gelingt, haben es die O‘Connells wieder einmal mit einer sehr mächtigen Mumie zu tun.

Kritik:
Sieben Jahre nach dem letzten „Mumie“-Film kehrt Familie O‘Connell wieder auf die Leinwand zurück und hat es sichtlich schwer sich dort wieder zurechtzufinden. Schon immer war „Mumie“-Held Rick O‘Connell in gewisser Weise ein „Indiana Jones“-Abklatsch, der jedoch nie an den Erfolg von „Indy“ anknüpfen konnte. Die Storys waren schlechter, die Effekte auch und der Cast konnte auch noch nie so wirklich überzeugen. Da fragt man sich natürlich, warum man jetzt noch einmal einen Film dieser Reihe in die Kinos bringen muss. Sicherlich ist der Film stellenweise sehr amüsant, aber diese wenigen Szenen werden schnellstmöglich wieder durch den schlechten Plot zunichtegemacht. Das Drehbuch ist so extrem schlecht und sinnfrei, dass es durch nichts ausgeglichen werden kann. Hinzu kommt, dass Regisseur Rob Cohen nicht gerade zu den großen Meistern seiner Zunft gehört. Nach Filmen wie „Stealth“ verwundert es nicht, dass Cohens Inszenierung auch bei „Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers“ alles andere als gut ist. Die Leistung der Schauspieler ist, wie auch bei den vorangegangenen Filmen, gleichbleibend mittelmäßig. Glücklicherweise gibt es wenigstens hier ein paar wenige positive Erlebnisse, wie die Leistung von Isabella Leong. Leider kann das den Film auch nicht mehr retten. Man hat hier ein Budget von 145 Millionen Dollar auf den Kopf gehauen und das Ergebnis ist ein Film, der schon in der ersten Szene Schlimmes erahnen lässt. Denn bereis hier wird man von den CGI-Effekten erschlagen, die sich fortan pausenlos durch den gesamten Film ziehen. Da wird dann auch klar, wo das ganze Geld gelandet ist. Leider sind es so viele Effekte, dass man wohl mehr auf Masse statt auf Klasse geachtet hat. Da wundert es nicht, dass Oscar-Preisträgerin Rachel Weisz die Teilnahme an diesem Filmprojekt nach dem Lesen des Drehbuchs abgelehnt hat, obwohl die Bezahlung sicherlich alles andere als schlecht gewesen wäre. Eine weitere Frage, die sich bei diesem Film aufdrängt ist, warum man Martial-Arts-Ikone Jet Li für die Rolle des Drachenkaisers besetzen musste. Seine wahre Stärke, die Kampfkunst, kam absolut nicht zur Geltung und schauspielerisch betrachtet ist Li nicht wirklich atemberaubend. Das alles macht „Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers“ zu einer wahren Enttäuschung, wobei man nach den vorangegangenen beiden Teilen eigentlich nichts anderes hätte erwarten dürfen. So wird jeder Kinobesucher froh sein, wenn die 112 Minuten endlich vorbei sind und die willkürlich aneinander gereiten Actionsequenzen aufhören über die Leinwand zu flimmern. Bleibt nur zu hoffen, dass der Film nicht allzu viel einspielt, da man sonst wohl mit einer weiteren Fortsetzung rechnen muss.

Punkte:

Autor: Daniel Fürg