Filmtest September - Die Geschichte vom Brandner Kaspar

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Inhalt:
Selbst mit seinen 69 Jahren kann der Brandner Kasper (Franz Xaver) es nicht lassen: Ständig macht er sich erneut auf, um in den königlichen Wäldern das begehrte Wild zu jagen. Ihm zur Seite steht sein junger Knecht Toni (Peter Ketnath) und sein treuer Jaghund Gustl. Diese Wilderei muss ein Ende haben denken sich vor allem der königliche Hofjäger Fonse (Sebastian Bezzel) und der Bürgermeister Kugler Alois (Alexander Held). Sie wissen zwar beide dass hinter der Wilderei nur einer stecken kann, nämlich der Brandner Kaspar, können es aber nicht beweisen. Als dann Fonse den Brandner auf einer Jagd fast erschießt, glaubt der Brandner die Sinne spielen ihm einen Streich, als er eine schwarze Figur am Horizont sieht. Seine Enkelin Nannerl (Lisa Maria Potthoff) und der Toni bringen ihn schließlich zu seinem Haus zurück, wo er sich erholen soll. Sie lassen ihn allein, da beide noch mit den anderen Jägern und Treibern im Dorf feiern wollen. Als der Brandner allein ist, geht plötzlich die Tür auf und der Tod, der Boanlkramer (Michael Bully Herbig) kommt herein um den Brandner abzuholen. Doch dieser sieht das gar nicht ein. Sein Vater sei schließlich 90 Jahre alt geworden und so alt möchte er mindestens auch werden. Da ist der Boanlkramer erstmal geschockt, da es noch nie passiert ist, dass ihm widersprochen wird. Als der Brandner dann auch noch mit einem Kirschgeist ankommt, versteht er gar nichts mehr. Doch er sagt nicht Nein sonder trinkt mit dem Brandner. Erst einen, dann zwei, dann drei und ehe er sich versieht ist er schon bei seinem 12. Kirschgeist. Dem Brandner entgeht dies nicht und nutzt die Gelegentheit um den Boanlkramer zu einem Kartenspiel heraus zu fordern. Der Einsatz: Sein Leben. Gewinnt der Tod, so geht er ohne zu zetern mit. Gewinnt er, so muss der Tod ihn noch volle 21 Jahre in Ruhe lassen. Der Broanlkramer lässt sich selbstverständlich auf das Spiel ein und verliert prompt, da der Brandner nicht ganz fair gespielt hat. Trotzdem muss der Tod ohne den Brandner wieder abziehen und fürchtet schon den Zorn von Petrus (Jörg Hube) im Paradies. Doch da kommt dem Broanlkramer die Idee. Solange Petrus nichts weiß, wird es auch keinen Ärger geben. Also beschließt er zu schweigen. Währenddessen freut sich der Brandner über sein neu gewonnenes Leben. Und damit beginnen auch die Probleme, denn nicht jeder ist froh über seine neu zurückgewonnene Lebensfreude und Lebensmut.

Kritik:
Ob es wohl wirklich so sein wird… Auf einmal steht der Boanlkramer vor einem und sagt: „Die Zeit ist um! Keine Widerrede! Du kommst jetzt mit mir!“. Oder wird es doch eher der „King“ sein, so wie es Bully Herbig sich wünscht?! Und werden wir wirklich in das Paradies vor den Weißwurstessenden und Weißbiertrinkenden Petrus gebracht. Das weiß man wohl erst wenn es soweit ist. Zumindest hat Jospeh Vilsmaier mit dem Brandner Kaspar eine der häufigsten und mysteriösesten Fragen wieder aufgegriffen. Was passiert nach dem Leben und können wir den Tod wirklich mit einem Kirschgeist und ein paar Karten überlisten? In der Neuverfilmung des Brandner Kaspars treffen viele prominente Schauspieler zusammen, um einen der gelungensten Filme des Jahres zu kreieren. Ganz neu ist in dem Film auch, dass Bully Herbig diesmal nicht Regie führt und gleichzeitig Schauspieler ist, sondern nur Schauspieler. Alles in allem ist „ Die Geschichte vom Brandner Kaspar“ ein sehr gelungener Film, der vor allem für die Bayern und all jene, die sich Gedanken machen, was nach dem Leben kommt, ein Muss ist.

Punkte:

Autor: Konstantin Kutschenreuter

Zusatzmaterial:
Trailer