Inhalt: Der New Yorker Rechtsanwalt William Singer entdeckt nach dem Tod seiner Schwester am 5. Juni 2007 in ihrem Nachlass einen Koffer seines Vaters. Darin befinden sich drei stark beschädigte Briefe. Diese stammen von Josefine Eylandt, der in Deutschland lebenden Cousine seines Vaters. In diesen Briefen behauptet sie, dass sie seit dem Zweiten Weltkrieg im Keller ihres Duisburger Hauses Jahrzehnte lang drei Menschen versteckt gehalten hat. Singer beauftragt ein Privatermittlerteam aus Deutschland, das dem ganzen auf den Grund gehen soll und dabei auf ein unheimliches Geheimnis stößt.
Kritik: Regisseur und Produzent Michael W. Driesch alias Don Miguel nennt seinen Film „Die >>Eylandt Recherche“ eine „Mystery-Doku“. Diese soll auf wahren Begebenheiten beruhen und den Zuschauer an der Realität zweifeln lassen. Doch die Geschichte, die vielversprechend im Stile einer ernsthaften Dokumentation über eine Frau, die während des Kriegs drei Menschen in ihrem Keller versteckt hielt beginnt, entpuppt sich schon nach wenigen Minuten als eine C-Produktion, die mit zunehmender Spieldauer stetig lächerlicher wird. Denn bald finden die Ermittler in Duisburg heraus, dass die drei Flüchtlinge, die bei Familie Eylandt Unterschlupf gefunden haben, in Wirklichkeit Außerirdische waren, die 30 Jahre später von ihrem Mutterschiff abgeholt wurden. Eine haarsträubendere Geschichte hat man selten zuvor im Kino ansehen müssen. Obwohl „Die Eylandt Recherche“ im Stile einer ernsthaften Dokumentation aufgemacht ist, wird der Film so unfreiwillig komisch, dass man im Kino aufpassen muss, sich vor Lachen nicht an seinem Getränk zu verschlucken. Die Darsteller tragen zudem maßgeblich dazu bei: Die Privatdetektive, deren Ermittlungen im Stil von Sat1-Spätnachmittagssendungen à la „Lenßen & Partner“ gezeigt werden und ab und zu in kurzen Einzelinterviews zu Wort kommen, wirken, als wären sie direkt von der Straße gecastet worden. Auch Fans solcher Pseudo-Dokumentationen und Mysterygeschichten – die ja auch durchaus spannend und gut gemacht sein können – sollten sich den Kinogang gründlich überlegen. Ich persönlich werde auf jeden Fall um solche Filme in der nächsten Zeit einen großen Bogen machen.