England, während des Zweiten Weltkriegs: Zum Schutz vor Bombenangriffen werden die Geschwister Peter (WILLIAM MOSELEY), Susan (ANNA POPPLEWELL), Edmund (SKANDAR KEYNES) und Lucy (GEORGIE HENLEY) von London zum Landsitz eines alten Professors (JIM BROADBENT) geschickt. Beim Versteckspiel entdeckt die Jüngste, Lucy, in einem leeren Zimmer einen seltsamen Schrank. Er ist das Tor zu einem magischen Land: Narnia! Von wundersamen Kreaturen, Zwergen und anderen fabelhaften Gestalten bewohnt, war Narnia einst ein friedliches Paradies. Doch die Weiße Hexe (TILDA SWINTON) hat das Land mit einem Fluch belegt: Seither herrscht ewiger Winter. Die Älteren wollen Lucy anfangs nicht glauben, doch schließlich betreten alle vier Geschwister das geheimnisvolle Land und erleben fantastische Abenteuer bei ihrem Versuch, den Bann zu brechen und dem Löwen Aslan, dem rechtmäßigen Herrscher von Narnia, in einer gewaltigen Schlacht zu seinem Recht zu verhelfen.
Spätestens nach der „Herr der Ringe“- Trilogie, weiß man, dass in Fantasy Filmen viel Potenzial steckt. Mit den „Chroniken von Narnia“ möchte man an diesen Erfolg anknüpfen und hat dafür viel Geld in die Verfilmung des ersten Buches der siebenteiligen Reihe gesteckt. Das viel Geld und Aufwand in diesem Film steckt merkt man sehr schnell. Die Wesen von Narnia sind alle mit sehr viel Liebe zum Detail am Computer entstanden und wirken verblüffend realistisch - so muss sich auch die große Schlaft zwischen Aslans‘ und Jadis‘ Truppen nicht vor denen der „Herr der Ringe“- Trilogie verstecken. Das ist nicht zuletzt der Arbeit von George Lucas‘ Effektschmiede ILM (Industrial Light & Magic) zu verdanken, die ja auch die Star Wars Filme kunstvoll in Szene gesetzt haben. Auch die Landschaften - es wurde vorwiegend in Neuseeland, England und auch in Tschechien gedreht - wirken sehr beeindruckend und farbenfroh. Die musikalische Untermalung des Filmes unterstreicht diese tollen Aufnahmen und unterscheidet sehr gekonnt zwischen Gut und Böse. Die spielerische Leistung ist auch nicht zu verachten. Die kleine Georgie Henley verkörpert Lucy im Film und gibt damit ein brillantes Film Debüt ab. Auch Tilda Swinton, die die weiße Hexe spielt ist sehr überzeugend. Sehr amüsant fand ich Jim Broadbent der den Unterschlupf gewährenden Professor Kirke verkörpert. Die Story des Filmes basiert auf den Büchern des englischen Autors C.S. Lewis, die sich seit dem Erscheinen im Jahr 1950 über 85 Millionen mal verkauft haben und in 29 Sprachen übersetzt wurden. Im Grunde eine recht spannende Geschichte, wovon man allerdings nichts merkt wenn man nur den Kurzinhalt liest. Im Großen und Ganzen ist der Film sehenswert und wird wahrscheinlich vor allem jüngere Zuschauer in die Kino Säle locken.