Inhalt: Die renommierte Wissenschaftlerin Dr. Helen Benson (Jennifer Connelly) trifft auf den Außerirdischen
Klaatu (Keanu Reeves), der durchs Weltall gereist
ist, um die Menschheit vor einer globalen Katastrophe zu warnen.
Doch die Mächtigen der Welt sehen in dem Außerirdischen einen Feind und verweigern Klaatu die Möglichkeit, mit ihnen
zu sprechen. Helen und ihr Stiefsohn Jacob (Jaden Smith) entdecken schnell, welche tödlichen
Konsequenzen sich aus Klaatus Anspruch „ein Freund der Welt zu sein“ ergeben können.
Nun muss Helen einen Weg finden,
das Wesen, das geschickt wurde, um die Menschen zu zerstören,
davon zu überzeugen, dass es sich durchaus lohnt, die Bewohner der Erde zu schonen. Aber vielleicht sind alle Mühen schon umsonst. Denn der Zerstörungsprozess
der Erde hat bereits begonnen...
Kritik: Basierend auf dem Klassiker aus dem Jahre 1951 von Robert
Wises, wagt sich Regisseur
Scott Derrickson („Der Exorzismus der Emily Rose“) an eine zeitgenössische Neuverfilmung.
Der Einstieg in die Story á la „Independence Day“ ist äußerst
spannend... Ein unbekanntes
Flugobjekt nähert sich der Erde, Wissenschaftler
werden ins Krisenzentrum
der Regierung geordert,
um das rätselhafte, fliegende Ding zu identifizieren,
die Zeit rennt.....
Doch wer landet in Washington
und steigt aus dem Raumschiff bzw. der Lichtkugel?
Klaatu - ein Außerirdischer
in körperlicher Gestalt-
mit seinem riesigen Roboter- Bodyguard Gort, der bei Gewalteinwirkungen auf ihn oder Klaatu alles zerstört, was in seine Nähe kommt.
Der Repräsentant einer außerirdischen
Allianz wurde geschickt, um der Erde seine
Botschaft zu vermitteln. Doch die amerikanische Regierung,
allen voran Kathy Bates als Außenministerin, erkennt nicht seine Intention
und möchte ihn verhören und einsperren. Für Klaatu ist klar: Die Erde ist nicht mehr zu retten, zu aggressiv
reagieren sie auf ihn und wollen ihm nicht zuhören. Außerdem ist er sich sicher, dass die menschliche Rasse
zerstörerisch ist und mit dem Planeten Erde nicht würdevoll umgeht. Allein Helen erkennt, wie wichtig es ist, Klaatu vom Gegenteil zu überzeugen, denn er ist gekommen, um die Menschheit
vor sich selbst zu warnen.
Wenn die Menschen ihre Zerstörungswut nicht stoppen, müssen sie zum Wohle des gesamten Universums
vernichtet werden. Doch wie überzeugt man ein emotionsloses, fremdartiges
Alien von der Güte der Menschheit und dass sich deren Fortbestand lohnt?
Hier stockt der Film. Eigentlich
ist dies eine super spannende
Idee, die viel Raum für Emotion und Tiefgang geboten hätte, doch stattdessen
hapert es hier in der Story. Helens Sohn Jacob schafft es den roboterähnlichen
Klaatu von der guten
Seite des Menschen zu überzeugen. Das kleine Kind dient hier als Repräsentant für eine ganze Menschheit. Dies wird in einer Szene untermauert, die in keiner logischen Konsequenz den Umschwung von Klaatu hervorrufen
kann. Als würde der Regisseur auf das Kindchen- Schema des Zuschauers hoffen,
damit dieser die Wandlung
der Geschichte auch emotional mittragen kann und dieser seinen Verstand hier mal eine halbe Stunde außen vor lässt. Das kleine
Kind weint- Diese Szene reicht: Klaatu ist überzeugt! Die Menschen haben eine andere Seite. Kann dies die logische Schlussfolgerung sein, dass die Welt ihren Fortbestand verdient hat? Diese Szene wirkt einfach nicht überzeugend, inkonsequent
und unauthentisch und zerstört jegliche Spannung
und Glaubwürdigkeit der Geschichte. Schnell ist man entzaubert, obwohl der Film sicher durch seine atmosphärische Darstellung der Apokalypse gewinnen kann. Die visuelle Umsetzung
der fremdartigen Sphären
und die Panik, die auf der Erde ausbricht, sind aufregend inszeniert, auch wenn dies in anderen Katastrophenfilmen
schon besser
gelungen ist.
Schade ist, dass die Cliffhanger
des Filmes bereits im Trailer gezeigt werden und eigentlich nichts interessantes
mehr dazu kommt. Platte Sprüche wie: „Du musst ihn nicht mit deinem
Herz sondern mit deinem
Verstand überzeugen“ hauen den Zuschauer nicht vom Hocker, sondern lassen ihn allein mit der Frage, warum
Klaatu die Welt eigentlich
retten sollte.
Ein leider zu oberflächlich inszenierter Science Fiction-
Verschnitt, mit guten Special Effects und Darstellern,
der seine wirklich interessante
Idee nicht logisch umsetzen kann.
Zumindest die gedankliche Auseinandersetzung mit dem Thema nach dem Film ist sicherlich lohnenswert.