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Modified: Dienstag, 27. Dezember 2005

Filmtest September - Der Fischer und seine Frau

Leben ist Zufall: Auf einer Japanreise trifft die Modedesignerin Ida (Alexandra Maria Lara) an einer Bushaltestelle die beiden „Fisch­verkäufer“ Otto (Christian Ulmen) und Leo (Simon Verhoeven). Die beiden Männer haben sich als „The Flying Fish Doctors“ auf die wertvollen Koi spezialisiert. Schnell verguckt sich Ida in den Veterinär Otto und heiratet ihn noch in Japan. Wieder in Deutschland angelangt, hausen die inzwischen schwangere Ida und Otto zunächst im Wohnmobil, dann in einer kleinen Sozial­wohnung. Während Otto mit Kind und Koi zufrieden ist, bricht die karriereorientierte Ida immer wieder aus der Enge der kleinen Bude aus, um Größeres und Besseres zu erlangen. Selbst nach den vorüber­gehenden finanziellen Erfolgen und den damit obligaten Umzügen ins komfortablere Reihenhaus und die Villa am See befrieden Idas Unzufriedenheit nicht: Die Spannungen zwischen den beiden eskalieren. Ihre gemeinsamen Freunde Leo und Yoko (Young-Shin Kim) hingegen leben ein wesentlich luxuriöseres Leben, aber er schafft es nicht, seine frustrierte Frau glücklich zu machen; es kommt für alle Beteiligten zu unerwarteten Wendungen und Ereignissen …



Bewertung (von daniel):

Das Märchen der Gebrüder Grimm "Der Fischer und seine Frau" diente als Vorlage für den Film. Natürlich wurde sehr viel abgeändert. Die Geschichte wurde in die Gegenwart versetzt und das ganze funktioniert nun auch ohne einen Fisch der einem die Wünsche erfüllt. Obwohl man das so ganz gar nicht sagen kann - denn genau genommen gibt es da schon einen Fisch der dem Paar Ida und Otto einige Wünsche erfüllt. Doch auch das ist nicht ganz richtig da er ja eigentlich die Wünsche von Ida erfüllt und nicht die von Otto. Denn Otto ist eigentlich glücklich mit dem was er hat. Bei diesem Film ist es sehr schön, dass die Grundstrukturen und Schritte des Märchens noch durchscheinen. Das macht den Film für den Zuschauer, der das Märchen bestimmt irgendwann und irgendwo schon einmal gehört hat, besonders interessant. Sehr gut ist auch die Leistung von Alexandra Maria Lara, die durch die häufig wechselnde Haarfarbe in ein ganz neues Bild gerückt wird - man lernt die Schauspielerin von einer anderen Seite kennen, das ist bei vorangegangenen Filmen leider nur selten der Fall gewesen. Der Film ist wirklich zu empfehlen.

Punkte (von daniel): 

Punkte (von Sven):

Punkte (von Fabian):

Punkte (von Vroni):

Punkte (von Franzi):