Inhalt: Laura (Belén Rueda)
möchte zusammen
mit ihrem Mann Carlos
(Fernando Cayo)
das Waisenhaus, in
dem sie aufgewachsen ist zu
neuem Leben erwecken und
daraus ein Heim für behinderte
Kinder machen. Aus diesem
Grund ziehen die beiden mit ihrem
Sohn Simón (Roger Príncep)
in das alte Herrenhaus, das einsam
und majestätisch an einer
Steilküste am Atlantik liegt. Als
Simón von imaginären Freunden
erzählt machen sich die Eltern
zunächste keine Gedanken darüber,
da ein solches Verhalten
für Kinder in diesem Alter nicht
unbedingt ungewöhnlich ist. Als
diese angeblichen Freunde dann
allerdings die Identität von Lauras
alten Waisenhauskameraden
annehmen, die Simón eigentlich
gänzlich unbekannt sein sollten,
wird es langsam unheimlich.
Plötzlich verschwindet Simón
spurlos und taucht nicht wieder
auf. Laura macht die Geister ihrer
alten Freunde dafür verantwortlich
und begibt sich auf die
Spur einer schrecklichen Tragödie...
Kritik: Guillermo del Toro hat in
den vergangenen Jahren
immer wieder mit seinen
Produktionen überzeugen
können und auch „Das Waisenhaus“
trägt deutlich die Handschrift
des gebürtigen Mexikaners.
Er fungierte hier jedoch
nur als Produzent. Der Posten
des Regisseurs wurde mit einem
bisher unbekannten Talent namens
Juan Antonio Bayonas besetzt.
Dass dies sein Kino-Debüt
ist, wird dem Zuschauer jedoch
in keinem Moment des Films
klar. Die Inszenierung ist absolut
brillant. Im Gegensatz zu vielen
anderen Filmen dieses Genres,
die oft nur mit Special-Effects
zu glänzen versuchen, geht „Das
Waisenhaus“ vor allem auf die
Emotionen der verschiedenen,
sehr facettenreichen Charaktere
ein. Kein Wunder, dass dieser
Film ausgewählt wurde um
Spanien bei der Auswahl für den
Oscar in der Kategorie „Bester
fremdsprachiger Film des Jahres
2007“ zu vertreten. Der Film
stand ganze sechs Wochen lang
auf Platz eins der spanischen Kinocharts
und spielte dort über
23 Millionen Euro ein. Auch in
Cannes wurde der Film im Rahmen
der „Semaine de la Critique“
sehr gelobt und euphorisch mit
Standing Ovations geehrt. Der
Film schafft es seine Zuschauer
die ganze Zeit über zu fesseln
und das alleine macht das Werk
bereits sehenswert.