Filmtest August - Das Mädchen aus dem Wasser

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Inhalt:
Cleveland Heep (Paul Giamatti) verdient seinen Lebensunterhalt als Hausmeister im Wohnblock „The Cove“. Sein trister Alltag wird eines Nachts völlig durcheinander gebracht, als eine fremde Frau, namens Story (Bryce Dallas Howard), im Pool umherschwimmt. Story ist nicht einfach nur eine gewöhnliche Frau, sie ist ein Narf, eine Art Wassernymphe. Sie kommt aus der blauen Welt und in eben diese versucht sie nun auch wieder zurückzukehren. Dabei ist sie allerdings auf Clevelands Hilfe angewiesen, bösartige Kreaturen versuchen die Rückkehr zu vereiteln. Gemeinsam mit den Bewohnern des Wohnblockes versucht Cleveland Story zu helfen, denn wenn ihr Unternehmen misslingt, ist nicht nur die Welt der Narfs, sondern auch die der Menschen in großer Gefahr…

Kritik:
In der Filmindustrie kursiert seit längerer Zeit ein trauriger Trend: viele Filme werden nur noch mit Bedacht auf besonders atemberaubende Special Effects und massig Action hergestellt. Viele Fortsetzungen wärmen einfach nur ein altbekanntes Konzept auf, um möglichst lukrative Einspielergebnisse zu erzielen. Dass bei derartigen „Fast Food“-Produktionen Innovationen oder gar eine ansprechende Story herausspringen, bleibt meist nur ein Wunschgedanke. Doch zum Glück gibt es Regisseure wie M. Night Shyamalan, die das Hauptaugenmerk ihrer Werke auf eine spannende Geschichte legen. Shyamalan geht sogar noch einen Schritt weiter, er macht nicht einfach nur einen Film, er versucht dabei stets Geschichtenerzähler zu sein. Genau das ist auch der besondere Reiz an „Das Mädchen aus dem Wasser“: der erzählträchtige Stil verbunden mit einer faszinierenden Geschichte. Wie Shyamalan diese bezaubernden Bilder auf den Zuschauer wirken lässt, wie behutsam er die Handlung aufbaut und mit wie viel Liebe zum Detail er die zahlreichen Charaktere einführt, das alles zieht einen so packend in seinen Bann, dass man wie verzaubert und paralysiert vor der Leinwand sitzt. Dass sich der Regisseur dabei von dem Horror- Genre, wie etwa noch bei „Signs“ oder „The Village“, entfernt hat und nun mehr Gewicht auf das Mystische legt, tut dem Ganzen spürbar gut. Zwar gibt es auch hier noch ein paar gruselige Momente, jedoch deutlich weniger als etwa bei „ The Sixth Sense“. Dafür hat der Zuschauer weit mehr Anlass zum Lachen, denn der Film hat einen sehr spritzigen augenzwinkernden Humor, der manchmal sogar leicht sarkastisch daherkommt. Abgerundet wird das Ganze dann von einem großartigen Paul Giamatti. Er spielt einfach so intensiv, dass man ihm den stotternden, liebenswerten Hausmeister ohne weiteres abnimmt. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Film auch in kommerzieller Hinsicht ein Erfolg wird, denn sonst hören vielleicht irgendwann auch die letzten Regisseure damit auf, sich noch viele Gedanken um die Handlung zu machen und das wäre äußerst bedauerlich.

Punkte:

Autor: Fabian Ohrner