Anna Heymes (Arly Jover), die Frau eines hohen Beamten des französischen Innenministeriums, hat panische Angst. Aus unerklärlichen Gründen hat sie verstörenden Wahnvorstellungen und erkennt plötzlich ihren eigenen Mann nicht mehr. Die Diagnose der Spezialisten ist eindeutig: Anna leidet unter akutem Gedächtnisverlust. Angeblich. Denn als sie gegen den Willen ihres Mannes herauszufinden versucht, wer sie wirklich ist, gelangt sie zu einer furchtbaren Erkenntnis...
Zur gleichen Zeit, fernab von Annas Welt der Pariser Oberschicht, spielt sich im Sentier, dem überwiegend von Türken bewohnten Viertel, ein anderes Drama ab: Drei rothaarige Frauen wurden auf bestialische Weise getötet. Die Tat eines wahnsinnigen Ritualmörders? Der junge Kommissar Paul Nerteaux (Jocelyn Quivrin) bittet den skrupellosen Ex-Bullen Schiffer (Jean Reno), der sich bestens mit den kriminellen Strukturen im Viertel auskennt, um Hilfe. Bei ihren gemeinsamen Ermittlungen wird den ungleichen Kollegen bald klar, dass der Killer im Auftrag einer mysteriösen Organisation handelt, die sich die „Grauen Wölfe“ nennt. Und die haben es auf eine ganz bestimmte Frau abgesehen: Anna...
Das Imperium der Wölfe ist ein sehr spannender Film, der einen packt und bis zum Ende nicht mehr loslässt. Die Geschichte, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Jean-Christophe Grangé, bietet viele Wendungen und Überraschungen, flacht aber zum Ende hin ab. Die Musik untermalt die Spannung zur richtigen Zeit und sanfte Gemüter werden mit Sicherheit an der ein oder anderen Stelle erschrecken. Auch brutale Stellen hat der Film zu bieten, vor allem bei den eigenwilligen Verhörmethoden des Ex-Bullen Schiffer und den Bildern, welche die junge Anna manchmal vor Augen hat. Die Schauspieler bieten eine tolle Leistung, vor allem das Duo Reno und Quivrin harmoniert hervorragend miteinander, wobei sich Jocelyn Quivrin von Jean Reno keinesfalls an die Wand spielen lässt, wenn Jean Reno auch manchmal etwas unterfordert wirkt. Der ganze Film ähnelt an manchen Stellen „Die Purpurnen Flüsse“, was dem ganzen allerdings keinen Abbruch tut. Sehr zu empfehlen.