Filmtest August - Das Bourne Ultimatum

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Inhalt:
Jason Bourne (Matt Damon) kehrt ein drittes Mal auf die Leinwand zurück und ist immer noch auf der Jagd nach denen, die ihn zu dem gemacht haben was er heute ist. Immer noch ist er auf der Suche nach seiner wahren Identität und möchte Rache für den Mord an seiner Freundin Marie Kreutz. Von Moskau aus führen ihn seine Wege nach Paris und dann nach London, wo er auf den Journalisten Simon Ross (Paddy Considine) aufmerksam wird, der in einer Zeitung über den Fall „Jason Bourne“ schreibt und eine sehr informative Quelle zu haben scheint. Natürlich hängt Ross schon die CIA an den Fersen. So beginnt ein nervenaufreibendes „Katz & Maus“-Spiel quer durch die Londoner Waterloo-Station. Bourne schafft es zunächst Ross unentdeckt durch die Menschenmassen zu jagen, doch schon bald versucht der Journalist auf eigene Faust zu fliehen und hört nicht auf die Anweisungen, die ihm von Bourne gegeben werden. Ross wird von einem Scharfschützen erfasst und erschossen. Dank des Notizblockes, den Bourne gerade noch aus den Taschen der Leiche fischen kann erhält er Informationen, die ihn nach Madrid führen. Dort soll Ross‘ Informant, Neal Daniels (Colin Stinton) leben, arbeiten und sehr aussagekräftige und hochbrisante Dokumente über das Projekt rund um Bourne aufbewahren. Doch dieser ist zwischenzeitlich nach Tangier geflohen, da man auch ihn bereits entdeckt hat und verfolgt. Begleitet von Nicky Parsons, die eigentlich für die CIA arbeitet, sich aber auf die Seite des Agenten geschlagen hat, reist Bourne Daniels hinterher und kann schließlich nur noch zuschauen wie eine Bombe vor dessen Auto explodiert und ihn umbringt. Auf seiner Informationsjagd kommt er immer wieder in brenzlige Situationen, da die CIA immer noch hinter ihm her ist und versucht ihn umzubringen. Doch er schafft es sich durchzukämpfen bis es zu einem fulminanten Showdown auf den Straßen von New York kommt.

Kritik:
Jason Bourne – der Agent des neuen Jahrtausends. Das ist kein billiger Werbespruch sondern überraschendweise tatsächlich zutreffend. „Die Bourne Identität“ und „Die Bourne Verschwörung“ haben den Spionagethriller für das 21. Jahrhundert neu definiert und mit Matt Damon einen Schauspieler geformt, der zuvor mehr Frauen- als Actionheld war. Erst diese Rolle hat es ihm ermöglicht sich für härtere Rollen zu etablieren und das zu Recht. Es gibt wohl keinen Schauspieler, der die Figur des Jason Bourne überzeugender hätte darstellen können. Besonderes Highlight seiner Darstellung sind die Nahkampfszenen in denen er selbst mit mehreren Angreifern gleichzeitig fertig wird und wenn man von diesen Szenen spricht möchte man besonders die Kampfszene in Tangier erwähnen, in der Bourne den Killer Desh – dargestellt von Joey Ansah - zu bezwingen hat. Die Story dieses dritten Teils ist wie gewohnt dramatisch, fesselnd und brillant inszeniert. 111 Minuten Spannung und das schon fast ohne Verschnaufpausen – das hat bisher kein Film dieses Genres geschafft. Das ist vor allem auch der fehlerfreien Arbeit des Regisseurs Paul Greengrass, der schon „Die Bourne Verschwörung“ umsetzte, sowie selbstverständlich auch der guten Romanvorlage von Robert Ludlum zu verdanken. Sehr schnell stellt man sich als Zuschauer die Frage warum andere Drehbuchautoren auf einen normalerweise üblichen Storyaufbau achten. Bei Bourne ist ein solcher überflüssig und so kommt es, dass der Film schon nach ungefähr 20 Minuten seinen ersten Höhepunkt vorzuweisen hat. Besonders bemerkenswert ist auch die Weltreise, die man bei diesem Film erlebt – Russland, Frankreich, England, Spanien, Marokko und schließlich New York - die Orte wechseln so schnell, dass man meinen könnte den Überblick zu verlieren, doch wir sprechen hier von einem „Bourne“-Film und in einem solchen ist das kein Problem für den Zuschauer, der sowieso schon ein enormes Tempo gewöhnt ist. Das alles macht „Das Bourne Ultimatum“ zum besten Actionthriller des Jahres und der Zuschauer bekommt Lust auf mehr, doch Matt Damon wollte die Geschichte rund um Jason Bourne als Trilogie abschließen. Die perfekte und schlicht geniale Schlussszene könnte man jedoch auch als Hintertür für einen weiteren Film interpretieren. Das ist reine Spekulation, doch ein weiteres Buch gäbe es theoretisch noch zu verfilmen.

Punkte:

Autor: Daniel Fürg