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Modified: Dienstag, 27. Dezember 2005

Filmtest Dezember - Capote

Im November 1959 ist Truman Capote (PHILIP SEYMOUR HOFFMAN) dank des Erfolgs von „Frühstück bei Tiffany“ ein gefeierter Schriftsteller und der Liebling des New Yorker Jetset. Beim Lesen der New York Times wird er auf einen Aufsehen erregenden Mordfall aufmerksam: Eine vierköpfige Familie aus Kansas wurde förmlich hingerichtet. Kaltblütig. Spontan beschließt Capote, dass eine Untersuchung des Falls vor Ort sein nächster Artikel für den New Yorker werden soll. Begleitet von seiner Freundin und Muse, der Schriftstellerin Harper Lee (CATHERINE KEENER), reist Capote ins amerikanische Hinterland, wo man dem flamboyanten Großstädter mit den auffälligen Manierismen mit großer Skepsis begegnet. Als noch während Capotes Recherchen die beiden Täter, Perry Smith (CLIFTON COLLINS JR.) und Dick Hickock (MARK PELLEGRINO), geschnappt werden, beschließt der Schriftsteller, den geplanten Artikel auszuweiten: Mit einem Roman über die wahren Ereignisse will er Literaturgeschichte schreiben und unsterblich werden. Doch bald schon entwickelt sich aus seinem anfänglichen Interesse wahre Obsession: Vor allem der intelligente Smith steht Capote bald näher, als ihm lieb sein könnte...



Bewertung (von daniel):

Truman Capote war einer der herausragendsten amerikanischen Autoren seiner Zeit. Doch nach seinem erfolgreichen Buch "Kaltblütig" und der damit verbundenen langen Recherche war er nicht mehr fähig ein Buch zu vollenden. "Capote" ist ein wahres Highlight. Philip Seymour Hoffman verkörpert die Rolle des Truman Capote so glaubhaft wie es wahrscheinlich nur wenige andere hätten können. Diese Leistung wurde auch mit einer Nominierung für den Golden Globe als bester Hauptdarsteller in der Sparte Drama honoriert. Dieser Film ist ein wahres Erlebnis. Auf der einen Seite stehen die amüsanten Momente über die man sich immer wieder freuen kann und auf der anderen Seite gibt es die gefühlvollen, dramatischen Momente die dieser Film so realistisch darstellt. Untermalt wird das Ganze dann noch von Philip Seymour Hoffman's wunderbar amüsanten Originalstimmte - ich hoffe nur, dass man hierfür einen würdigen Ersatz in der deutschen Version gefunden hat.


Punkte (von daniel):